Verein contra Fundamentalismus VcF

Kontakt
Vereinsadresse: VcF, Postfach, 4021 Basel
Präsidentin: Eva Abt

http://mypage.bluewindow.ch/a-z/vcf/index3.html
vcf@bluewin.ch

Geschichte
Vereinsgründung 1996 zur Bekämpfung des islamischen Fundamentalismus in Europa. Die Gründungsmitglieder waren Muslime und Christen, heute verbleiben Schweizer Mitglieder. Präsidentin ist Eva Abt. Sie engagiert sich seit Jahren über Leserbriefe und Vorträge gegen islamische Fundamentalisten in Europa. Der Verein vertrat zunächst die Meinung, demokratisch orientierte Muslime würde einen 'anderen' Islam schaffen. Deshalb engagierte sich der Verein zusammen mit demokratisch orientierten Iranerinnen und Iranern. Daher findet sich die Homepage des VcF als 'Schwesterverein' auf der Homepage der 'National Committee of Women for a Democratic Iran'.
Vor kurzem fand jedoch ein Kurswechsel statt: das Hauptanliegen von VcF, d.h. von Eva Abt besteht nun darin, die Menschheit vor einer Verschwörung zu warnen.
Anzahl der Mitglieder: Ende 2000: 100 Mitglieder, aktuelle Zahl nicht bekannt.

Lehre
VcF ist ein Verein und keine Religionsgemeinschaft. Anhand der Homepage sowie eines kürzlich gehaltenen Vortrags von Frau Abt lassen sich verschiedene Interessenstränge sondern:

  • Europa vor der steigenden Macht der Muslime durch Ausbreitung des Scharia-Islams zu warnen
  • Informationen über die Scharia zu verbreiten, vor allem durch Texte von Fatima Mernissi und Leila Ahmed: Diese beiden Wissenschaftlerinnen (Ahmed ist Professorin für Middle East Studies, Mernissi Soziologieprofessorin an der Universität Rabat, Marokko) interpretieren die Hadithe (überlieferte Handlungsweisen und Aussprüche des Propheten) im historischen Kontext der Zeit des Propheten sowie im kulturellen Kontext der Beduinengesellschaft auf der arabischen Halbinsel. Es ist dies die sogenannt feministische Interpretation des Koran und der Hadithe, die betont, dass der Koran und der Prophet die Benachteiligung der Frauen nicht festschrieben, sondern im Gegenteil sich für die Einräumung von gesellschaftlichen Rechten an die Frauen einsetzte. Diese Bemühungen wurden jedoch im islamischen Mittelalter, bei Ausformulierung der Schariah-Gesetze, zugunsten der patriarchalischen Strukturen durch Um-Interpretation der Hadithe sowie durch Erfindung von Hadithen im Sinne der Herrschenden und des Patriarchates zunichte gemacht. Als ausführliches Beispiel wird der Kopftuchstreit angeführt (Nähere Informationen auf der Homepage des VcF).
  • über eine weltweite Verschwörung aufzuklären, die angeblich zwischen fundamentalistischen Staaten wie Saudi-Arabien (sowie bald allen Muslimen), den internationalen Konzernen sowie den Vertretern der Umweltcharta von Rio, den von Abt sogenannten 'Umweltschützlern' und Esoterikern existiere. Diese Mächte hätten sich nach Abt zusammengeschlossen, um als Hauptziel die Menschheit um mindestens die Hälfte dezimieren, sowie andererseits die 'Botschaft des Kreuzes' (das Christentum) endgültig auszulöschen. Um die Halbierung der Menschheit zu erreichen, zettelten die Verschwörer Hungersnöte und Kriege an. Um das Christentum zu vernichten, stärkten sie vorerst den Islam. Für beide Ziele würden die Muslime benutzt, die zunächst gegen die Christen aufgehetzt werden, die durch Terror und Kriege die Menschheit dezimieren, um dann, wenn der Islam das Christentum besiegt habe, selbst sich in einer multireligiösen und esoterischen Kirche aufzulösen, wie sie zur Zeit von einem Multimillionär in den USA aufgebaut wird. Diese zukünftigen Einheitskirchen würden die Botschaft des Kreuzes dann für immer zerstören. Um dies zu verhindern, sei der Kampf gegen den Islam das richtige Mittel.

Organisation, Finanzen
Verein nach ZGB.
Mitgliederbeiträge und Spenden

Lokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Die Arbeit leistet die Präsidentin in ihrer Privatwohnung.
Die Anliegen des Vereins werden durch Leserbriefe von Frau Abt in regionalen Zeitungen, sowie übers Internet und durch die Zeitschrift 'Unverschleiert' in die Oeffentlichkeit gebracht.

Zeitschrift
Mitteilungsblatt «Unverschleiert»; erschien letztmals im Jahr 2000.

Weitere Links:
National Committee of Women for a Democratic Iran:
http://ncwdi.igc.org/

http://ncwdi.igc.org/html/vfc.html

Mit unzimperlichen Mitteln gegen den "Scharia-Islam" (Artikel von Beat Stauffer, 12.12.2000)
http://www.onlinereports.ch/2000/IslamFundamentalismus.htm

Stellungnahme der Präsidentin Eva Abt auf obige Darstellung:
«Die Aenderungen des ursprünglichen Textes haben eigentlich nicht viel mit unserm Telefongespräch zu tun. Ich schreibe Ihnen nochmals schnell, was in Ihrem Text falsch ist, damit Sie es schriftlich haben.

Es hat in unserm Verein immer noch Muslime.
Ich engagiere mich nicht gegen den islamischen Fundamentalismus, sondern gegen die Falschinformationen über den offiziellen Islam.
Wir hatten nicht zunächst die Meinung, dass demokratisch gesinnte Muslime einen andern Islam vertreten, sondern wir wissen, dass die meisten Muslime (und Menschen) nicht in einer islamischen Diktatur leben wollen.
Dass wir auf der Homepage des angeblichen "Schwestervereins"sind, ist reiner Zufall und vor allem Glunggerei, dass wir noch nicht gelöscht sind, da dort nur von den ersten Texten sind, die absolut nicht nachgeführt wurden. Ich bitte Sie also, nicht auf diese Homepage zu verweisen.
Ich will die Welt nicht vor einer Verschwörung warnen. Ich habe auch nicht vor Kurzem einen Kurswechsel vollzogen. Beachten Sie den zweiten Teil (über Umweltschutz etc.) des Vortrags nicht, ich habe Ihnen ja gesagt und geschrieben, dass der zweite Teil nur ein Entwurf ist. Ich habe diesen zweiten Teil angefügt, weil ich bei einer Gruppierung eingeladen war, die mich von sich aus darum gebeten hat, hier einen Zusammenhang mit dem Islam herzustellen, was ich zuerst als ziemlich absurd aber als Herausforderung empfand. Der gehaltene Vortrag war dann viel kürzer und ich habe mich in der Folge dann nochmals damit befasst, das Ganze dann aber liegengelassen. Sie haben es nur aus Versehen bekommen. Hinter dem ersten Teil kann ich aber stehen. Und es stimmt auch, dass der Islam sich direkt gegen das Zentrum des Christentums richtet, was Sie zum Beispiel auch bei Hans-Peter Raddatz nachlesen können.
Die Informationen über die Scharia kommen von dieser direkt und haben nichts mit Fatema Mernissi und Leila Ahmed zu tun. Wenn Sie diese zwei Frauen unbedingt als richtungsweisend erwähnen wollen, dann sagen Sie etwas über den Verein und über mich, das nicht wahr ist.
Wir schreiben seit Jahren keine Leserbriefe mehr.
Ich mache Ihnen einen Vorschlag: Schreiben Sie über unsern Verein, dass das einzige, was zur Zeit aktiv ist, unsere Homepage ist, da soll man sich selber orientieren, dann kommt man der Realität näher.
Mit freundlichen Grüssen
Eva Abt»
(5.8.2004)

Bemerkungen der Redaktion:
Der Vollständigkeit halber fügen wir diesen Beitrag von Eva Abt bei. Alle von ihr kritisierten Punkte können wir mit Abts Dokumenten belegen
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[int.Nr.: 1305]

Aktualisiert: 2.9.2004