Inforel – Information Religion

Kontakt Inforel, Information Religion, Postfach, 4009 Basel. Telefon 061 303 93 30
Leitung: Christoph Peter Baumann

http://www.inforel.ch

Geschichte
Inforel entstand 1987 in Basel. Vorausgegangen waren «Gesprächs- und Begegnungsabende» mit diversen religiösen Gruppen, die seit 1984 in familiärem Rahmen bei dem Religionswissenschafter Christoph Baumann stattfanden. Als Versammlungslokal diente eine Zweizimmerwohnung. Während mehrerer Jahre traf sich eine Gruppe in wechselnder Zusammensetzung, um Menschen anderer religiöser Bekenntnisse kennen zu lernen und etwas über ihren Glauben zu erfahren.

In den ersten Jahren hatte die Abkürzung Inforel eine doppelte Bedeutung: Information Religion, Interreligiöses Forum. Die Gründungsmitglieder vertraten die Meinung, sie würden zur Entstehung eines Zentrums der Religionsbegegnung beitragen. Während eines Jahres wurden wöchentlich interreligiöse Meditationstreffen durchgeführt. Der erste interreligiöse Gottesdienst in einer christlichen Kirche wurde 1987 im Gemeindehaus Oekolampad als Abschluss der Friedenswoche unter dem Namen «7 Religionen für 1 Frieden» von Inforel initiiert.

Allerdings zeigte sich, dass Begegnung ein anspruchsvolles Geschäft ist, vor allem dann, wenn sich nicht einfach Gleichgesinnte und Gleichgeprägte treffen, sondern Menschen aus ganz unterschiedlichen Kulturen, Religionen und gesellschaftlichen Zusammenhängen. Dringend nötig wurden daher Sachkenntnisse über andere Religionen. Damit trat die Information in den Vordergrund. Der Begegnungsort verwandelte sich in eine Informationsstelle. 1992 wurde der zweite Teil des Namens – «Interreligiöses Forum» – gestrichen. Seither führt Inforel eine Informations- und Beratungsstelle. Von 1997 bis 2003 befand sich Inforel im Haus des Gemeindezentrums Winkelried und der Lukaskirche am Winkelriedplatz 6 in Basel. Seit Ende 2003 besteht Inforel als virtuelle Stelle weiter. Kontakte kommen zustande über Internet, Telefon, E-Mail und Postfach.

Lehre
Inforel hat es sich zur Aufgabe gemacht, sachlich über Religionen zu informieren und Kontakte zu Angehörigen verschiedener Religionsgemeinschaften zu vermitteln. Inforel sammelt Material von und über Religionen, recherchiert, führt Gespräche mit den Betroffenen und fördert den nötigen Dialog über Religion und Religiosität. Inforel versteht sich als Anlaufstelle für Fachleute und Laien, die sich sachlich mit der Thematik «Religion» beschäftigen wollen.

Inforel arbeitet mit Institutionen und Fachleuten im In- und Ausland, die ähnliche Zielsetzungen verfolgen, zusammen. Zum Beispiel in der Schweiz mit der Christlich-Jüdischen Arbeitsgemeinschaft Basel (CJA), den Christlich-Jüdischen Projekten (CJP), in Deutschland mit REMID und INTR’A.

Organisation, Finanzen
Inforel ist als Verein organisiert. Die zur Zeit etwa 100 Einzelmitglieder gehören den verschiedensten Religionen, Kirchen und Gemeinschaften an. Ausserdem sind mehrere Kirchen, Kirchgemeinden und Religionsgemeinschaften Kollektivmitglieder. Der Verein steht allen, die sich mit seinen Zielen identifizieren können, offen.

Finanziert wird Inforel durch Mitgliederbeiträge und Spenden sowie den Gebühren für die Auskünfte und Beratungen.

Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Inforel bietet Informationen über Religionen, Kirchen, religiöse oder weltanschauliche Gruppierungen oder «Sekten». Wer sich informieren möchte, kann sich schriftlich oder telefonisch an Inforel wenden. Nach Absprache ist auch eine persönliche Beratung möglich.

Auf Wunsch organisiert Inforel Besuche bei Religionsgemeinschaften.

Inforel hat eine Homepage. Mitglieder erhalten ausserdem die «Inforel-Mitteilungen».

Literatur, Zeitschrift
Inforel-Mitteilungen (2 Mal jährlich)

[int.Nr.: 1271]

Aktualisiert: 12.1.2005