Theosophische Gruppe Basel / Theosophische Gesellschaft

Kontakt
Société Suisse de Théosophie, 17 Rue Ferdinand-Hodler, 1207 Genève.

Geschichte
Die Theosophische Gesellschaft entstand aus dem durch den wissenschaftlichen Positivismus entstandenen Bedürfnis, ihre Ziele der Menschheit nahezubringen. Eine kleine Gruppe unter Helena Petrovna Blavatsky (1831–1891) gründete am 17.11.1875 in New York die TG. Bald entstanden ihre Leitschriften; 1877: Isis Unveiled (Die entschleierte Isis), 1888: The Secret Doctrine (Die Geheimlehre). Adyar (bei Madras) wurde ab 1879 Hauptsitz der TG. «Blütezeit» unter Annie Besant.

Die Theosophische Gesellschaft Basel TGB entstand vor 1935 als Teil der TG Sektion Schweiz, welche 1910 gegründet wurde. Etliche Jahre hatte die Gruppe an der Klingelbergstrasse 97 ein Ladenlokal gemietet; dort befand sich auch die Bibliothek. Um 1988 wurde das Lokal zugunsten eines kleineren Lokals an der Pfeffingerstrasse 74 aufgegeben und die Bibliothek massiv verkleinert. 1995 wurde dann auch dieses Lokal geschlossen und Loge und Bibliothek in ihrer alten Form gemäss ihren eigenen Statuten aufgelöst und als sogenanntes Zentrum der TG Sektion Schweiz (Hauptsitz in Genf) weitergeführt. (TG Gruppe Basel, abgekürzt TGB). Von 1996–2001 traf sich wieder eine Gruppe einmal monatlich im Refektorium der Offenen Kirche Elisabethen. Seit 2001 ist die Gruppe Basel erloschen.

Lehre
Selbstdarstellung:
«Die Lehre ist der Weg, der Weg ist das Ziel der TG. Das Ziel zerfällt in drei Teile:
1. Ziel: Das Bewusstein (die Bewusstwerdung) der Verbundenheit aller Menschen miteinander im Sinne der Einheit alles Seins, ohne ethische, religiöse und soziale Unterschiede zu entwickeln.
Andere Fassung des 1. Ziels: Einen Kern der allumfassenden Bruderschaft der Menschheit zu bilden.

2. Ziel: Zum vergleichenden Studium von Weltreligionen (eigentlich Konfessionen), Philosophien und Wissenschaften (eig. auch Konfessionen) anzuregen.

3. Ziel: Die Erforschung noch verborgener Naturgesetze und der im Menschen vorhandenen geistigen Kräfte zu fördern.

Eine Entschliessung der Theosophischen Gesellschaft, gefasst 1924, über Gedankenfreiheit:

Die Mitglieder der Gesellschaft sind an keine Lehrmeinung oder Anschauung, von wem immer sie auch stammen mag, in irgendeiner Weise gebunden. Sie sind völlig frei, eine jede anzunehmen oder zurückzuweisen. Die Anerkennung der drei Ziele der Gesellschaft ist die einzige Bedingung für die Mitgliedschaft.

Jedes Mitglied hat volles Recht, sich beliebigen Lehrern und beliebigen Schulen des Denkens nach freier Wahl anzuschliessen, aber es hat kein Recht, anderen Mitgliedern seine Wahl aufzuzwingen. Die besonderen Glaubensmeinungen der einzelnen Mitglieder gewähren diesen weder Vorrechte, noch bewirken sie Zurücksetzungen.

Der Generalrat der Theosophischen Gesellschaft fordert alle Mitglieder ernstlich auf, diese Grundsätze der Theosophischen Gesellschaft aufrechtzuerhalten, zu verteidigen und nach ihnen zu handeln sowie auch ohne jede Furcht ihr Recht auf freies Denken und freie Meinungsäußerung auszuüben und sich dabei nur jene Schranken aufzuerlegen, welche Höflichkeit und Achtung vor andern bedingen.

Die TG tritt daher für eine Geisteshaltung ein, die die Einheit allen Lebens in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen stellt. Darunter versteht sie auch die Verbundenheit mit der Tier- und Pflanzen- und Mineralwelt und die Einheit der Menschheit über alle weltanschaulichen Unterschiede hinweg. Universale Bruderschaft und Weisheit sind unbegrenzt, deshalb geniesst jedes Mitglied Denkfreiheit im Rahmen der Toleranz.»

Literatur, Zeitschrift
H.P. Blavatsky: Schlüssel zur Theosophie. Adyar Verlag.

H.P. Blavatsky: Geheimlehren, Adyar Verlag.

Abhandlungen zur Blavatsky-Loge. Kommentar zur Geheimlehre. Malans 1998.

Adyar (Hrsg. deutsche Sektion)

The Theosophist (Adyar, Indien)

[int.Nr.: 1077]

Aktualisiert: cpb /13.3.2003