Buddhistische Gemeinschaften

Sayagyi U Ba Khin Gesellschaft Schweiz

Kontakt
Kontakt Basel: Peter Denger, Therwilerstrasse 40, 4054 Basel.
Telefon 061 281 39 34 (nur abends)

Sayagyi U Ba Khin Gesellschaft, Sekretariat, Chutzenstrasse 67, 3007 Bern.
Telefon 031 372 98 44.

http://www.ubakhin.ch

Geschichte
In diesem Jahrhundert begannen verschiedene Menschen in Richtung einer Renaissance der Meditation zu wirken. Einer der verschiedenen Lehrer war Sayagyi U Ba Khin («Sayagyi» ist ein Ehrentitel und heisst soviel wie «Ehrwürdiger Lehrer»). Er lebte von 1899–1971 in Burma. Er war nicht nur ein hochangesehener Meditationslehrer, sondern auch der Leiter des Rechnungswesens in Myanmar (=Burma) nach der Unabhängigkeit 1948. 1951 gründete er die «Vipassana Association». Seit seinem Tod 1971 haben zwei seiner engsten Schüler, «Mother Sayamagyi» und Sayagyi U Chit Tin, seine Tradition fortgeführt. Sie praktizieren und unterrichten Meditation seit über 40 Jahren. In mehreren Ländern wurden Zweige gegründet. 1979 wurde in der Schweiz der Verein gegründet, der in Basel seinen offiziellen Sitz hat.

Der Verein hat ca. 35 Mitglieder. Die Einladungen für die Kurse gehen an ca. 250 Personen.

Lehre
Selbstdarstellung:
"Die Früchte der Meditation
Buddhistische Meditation heisst, den Edlen Achtfachen Pfad, wie er von Buddha gelehrt wurde, zu praktizieren. Dieser Pfad lässt sich in drei Teile gliedern: Höhere Unterweisung in (1) Sittlichkeit, (2) Konzentration und (3) Weisheit.

1. Sittliche Regeln sind der gemeinsame Nenner allen Religionen. Im Zentrum beachten die Teilnehmer die folgenden fünf Übungsregeln: Kein Töten, Stehlen, sexuelles Fehlverhalten und Lügen sowie Verzicht auf Drogen und Alkohol. Sorgfältiges Beachten dieser Regeln führt zu reinem Handeln und Sprechen.

2. Auf dieser Grundlage aufbauend wird Konzentration gelehrt (Anapana-Meditation, Atmungsachtsamkeit). Während der ersten fünf Tage lernen die Teilnehmer, den Geist zu beruhigen und zu kontrollieren. Bald erkennen sie den Wert eines ruhigen und ausgeglichenen Geistes.

3. Als dritter Teil wird während der restlichen Zeit des Kurses Vipassana-Meditation geübt. Das Ziel ist, Einsicht, Weisheit zu erlangen.

Durch Vipassana-Meditation kann der Teilnehmer Konzentration und Erkenntnis entwickeln und aufgrund eigener Erfahrung die Wahrheit der Vergänglichkeit, des Leidens und der Ichlosigkeit verstehen. Diese Methode der geistigen Reinigung führt zum Ende allen Leidens und zu vollkommener Erleuchtung, Nibbana.

Das Hauptgewicht liegt auf der direkten und persönlichen Erfahrung der Wahrheit durch die Übung der Meditation. Edles Schweigen (keine unnötige Unterhaltung) schafft eine für die Arbeit förderliche Atmosphäre, und die morgens und abends von den Lehrern gehaltenen Vorträge helfen mit, ein tieferes Verständnis für die Übung zu erlangen. Jeden Tag finden zudem kurze Gespräche mit den Lehrern statt."

Doppelmitgliedschaft mit einer Kirche ist möglich. Alle Glaubensansichten werden geachtet. Es werden aber keine Aktivitäten in interreligiöser Hinsicht unternommen.

Organisation, Finanzen
Die Sayagyi U Ba Khin Gesellschaft Schweiz ist als Verein organisiert.
Die Mitgliedschaft ist keine Bedingung für Kurs- oder Gruppenmeditationsteilnahme.

Interessierte können nach ein- oder mehrmaligem Kursbesuch Mitglied werden.

Die Kurse stehen allen Interessierten offen. Die Lehrer unterrichten unentgeltlich. Bezahlt werden lediglich die effektiven Kosten für Unterkunft und Verpflegung, zur Zeit (2004) 590 Franken für zehn Tage.

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Treffen und Kurse finden an wechselnden Orten statt. Feste Zentren sind im Ausland, darunter das International Meditation Centre Splatts House, Heddington, in England.

Die Sayagyi U Ba Khin Gesellschaft organisiert je zwei 10-Tage-Kurse jährlich. Es bestehen lokale, meist wöchentliche Meditationsgruppen für solche, die mindestens einen Kurs besucht haben, so auch in Basel: Dienstag, 19.30 Uhr (Besuch nur nach Voranmeldung!).

Es wird keine Mission betrieben. Kursankündigungen werden zum Teil in Zeitungen veröffentlicht, resp. Anschlagzettel in Buchhandlungen, Universitäten etc. aufgehängt. Interessierte erhalten auf Anforderung ohne jegliche Verpflichtung die Einladungen zugesandt.

Zeitschrift
Vipassana Rundschreiben.

[int.Nr.: 1082]

Aktualisiert: 17.12.2004