Ahmadiyya Movement in Islam

Ahmadi-Muslime treffen sich zu den Freitagsgebeten und zu monatlichen Zusammenkünften. Sprache: Urdu

Kontakt
Präsident Basel: Sabah Udin Butt, Brombacherstrasse 4, 4057 Basel.
Telefon 079 236 77 80.

Kontakt in deutscher Sprache: M.R. Anwar. Telefon 079 734 57 08.
anwarrehman007@hotmail.com

Ahmadiyya Muslim Mission, Mahmud Moschee, Forchstrasse 323,
8008 Zürich-Balgrist. Telefon 01 381 55 70. Fax: 01 382 21 81.
sahmed@bluewin.ch
http://www.ahmadiyya.ch/

Geschichte
«Hazrat Mirza Ghulam Ahmad (1835–1908), der Begründer der Ahmadiyya Muslim Jamaat (Gemeinde), stammte aus einer noblen Familie aus Qadian in Indien. Er war ein frommer Mann, der aufgrund göttlicher Offenbarung im Jahre 1891 verkündete, daß er der Verheissene Messias und Mahdi sei, dessen Ankunft vom Heiligen Propheten Mohammad (…) und in anderen Schriften vorausgesagt worden war. Sein Anspruch bildet die Grundlage der Ahmadiyya Muslim Jamaat. Seine Anhänger glauben, dass so, wie die Ankunft des Elias durch die Person Johannes des Täufers erfüllt wurde, in spiritueller Hinsicht die Wiederkunft von Jesus Christus durch die Ankunft von Hazrat Mirza Ghulam Ahmad erfolgte.» (Selbstdarstellung)

1889 gilt als offizielles Gründungsdatum der Ahmadiyya Muslim Jamaat.

1908 wurde nach dem Tode von Hazrat Mirza Ghulam Ahmad, Hazrat Maulana Hakeem Nur-ud-Din, zu seinem Nachfolger (Khalifa) gewählt.

Nach dessen Tod, im Jahre 1914, folgte ihm Hazrat Mirza Bashir-ud-Din Ahmad.

Der dritte Nachfolger war Hazrat Mirza Nasir Ahmad, Erziehungswissenschaftler.

Im Juni 1982 wurde Hazrat Mirza Tahir Ahmad zum vierten Nachfolger gewählt. Unter seiner Leitung feierte die Gemeinde ihr 100jähriges Bestehen seit der Gründung im Jahre 1889 mit der Veröffentlichung von Übersetzungen des Heiligen Qur-ân in 56 Sprachen.

Hazrat Mirza Nasir Ahmad starb am 19. April 2003. Etwa 110 Delegierte wählten drei Tage später Hadhrat Mirza Masroor Ahmad, den Urenkel des Gründers der Gemeinschaft, zum «Khalifatul Maaysih V».

In den über 100 Jahren des Bestehens hat sich die Gemeinschaft über die ganze Welt verbreitet. Seit 1946 gibt es in der Schweiz eine Mission, die durch die feierliche Eröffnung der Moschee an der Forchstrasse 323 in Zürich einen vorläufigen Höhepunkt erreichte. In den folgenden Jahren wurden in den meisten Kantonen Gruppen gegründet.

Es gab immer wieder Versuche, eine Basler Gruppe zu bilden. Seit 2000 traf sich regelmässig eine Gruppe Ahmadis von Basel und Umgebung zum Freitagsgebet in Reinach. Von 2001 bis 2003 mietete ein Ahmadi eine Wohnung im Kleinbasel; dort fanden die Freitagsgebete statt. Seit 2004 beten die Ahmadis am Freitag an der Ryffstrasse 30.
Zu “Jamaat Basel” gehören zur Zeit (April 2003) etwa 50 Personen verschiedener Alter. Mit Ausnahme von zwei Familien aus Sri Lanka haben alle pakistanische Wurzeln
.

Lehre
Hazrat Mirza Ghulam Ahmad glaubte an die Wahrheit aller Religionen in ihrem Ursprung und bestätigte die Rechtschaffenheit Buddhas, Konfuzius', Krischnas und Zoroastras als Gesandte Gottes, jedoch nicht als Verkörperung Gottes. Er glaubte, der von den verschiedenen Religionen verheissene Reformer zu sein. Er wollte weder eine neue Religion verkünden, noch irgendeine theologische Neuerung einführen.

«Die zentrale Aussage seiner Sendung war die Wiedererweckung und Wiederbelebung des Islam. Seine Lehren repräsentieren die Essenz des Islam, frei von allen Verkrustungen, die durch Jahrhunderte hindurch die Reinheit des Islam in seiner Herkunft verfälscht hatten. Zu einer Zeit, in der Fanatismus und Obskurantismus die Haupteigenschaften heutigen religiösen Denkens in der Welt bilden, präsentierte er eine neue Auffassung bezüglich der Weisheit und Philosophie islamischer Lehren. Seine Darlegungen gründeten sich ausschließlich auf den Heiligen Qur-ân sowie die Aussprüche (Hadith) und die Praxis des Heiligen Propheten (Friede und Segnungen Allahs seien auf ihm).» (Selbstdarstellung)

«Für die Mitglieder der Ahmadiyya Muslim Jamaat ist es verpflichtend, in ihrem täglichen Leben die sozialen, moralischen und spirituellen Werte, die der Islam einschärft, zu verwirklichen. Weiterhin ist es für sie bindend, Freundschaft, gutes Miteinanderauskommen und Rechtschaffenheit nicht nur unter sich selbst zu fördern, sondern genauso unter anderen Nationen und Gemeinschaften. … Die Gemeinde hat sich aktiver Wohlfahrtspflege verpflichtet, wie auch den Notwendigkeiten der Erziehung nicht nur ihrer eigenen Mitglieder, sondern ebenfalls derer anderer Gemeinden, unter denen sie leben.» (Selbstdarstellung)

Die «Jamaat Basel» ist an interreligiösen Kontakten interessiert. In Reinach fanden schon mehrere Treffen mit Kirchgemeinden statt.

Organisation, Finanzen
«Jamaat Basel» ist rechtlich eine Niederlassung der Schweizer Organisation mit Sitz in Zürich. Eines der Basler Mitglieder amtet als Präsident und leitet die Basler Gruppe.

Die Frauen sind zur Zeit in zwei Altersgruppen unterteilt und unterstehen zur Zeit auch dem Präsidenten. Sobald es mehr Frauen sind, werden sie sich selber organisieren.

Die Männer bilden drei Altersgruppen.

Jede dieser insgesamt fünf Gruppen hat ein eigenes Programm.

Die Mitglieder bezahlen einen Beitrag nach ihren finanziellen Möglichkeiten. Das Geld wird zentral in Zürich verwaltet.

Die Miete für die Wohnung bezahlt ein Mitglied.

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Die Basler Gruppe trifft sich für das Freitagsgebet an der Ryffstrasse 30 im Basler St.Johannquartier. Für weitere Treffen dienen Privatwohnungen.

Für alle Gruppen in der Schweiz ist die Moschee in Zürich der zentrale Ort, wo auch nationale Treffen, Feste und Seminare stattfinden.

Freitagsgebet am Freitag über Mittag um 13.30 Uhr.

Monatliches Treffen für Männer und Frauen, jeweils in einer Privatwohnung, aber nach Geschlechtern getrennt in verschiedenen Räumen.

Die Mitglieder helfen sich spontan.

Die Ahmadis haben von März bis November einmal monatlich jeweils an einem Samstag einen Bücherstand an der Schifflände in Basel. Sie informieren und geben gratis Broschüren und andere Kleinschriften in verschiedenen Sprachen ab.

Literatur:
Eigene Literatur:
Der Heilige Qur'an. Arabisch und Deutsch. Mit Einführung und Kommentar. Hrsg. unter der Leitung von Hazrat Mirza Nasir Ahmad, Imam und Oberhaupt der Ahmadiyya-Bewegung des Islams. 1980. (653 S.)

Hazrat Mirza Ghulam Ahmad: Unsere Lehre. Ahmadiyya Mission des Islam, Zürich. 1989. (20 S.) Broch

Hazrat Mirza Baschir-ud-Din Mahmud Ahmad: What is Ahmadiyyat ? Question answered by Hazrat Mirza Bashir-ud-Din Mahmud Ahmad, Khalifatul Masih II, Head of the Ahmadiyya Movement in Islam. Rabah, Pakistan 1961. (89 S.)

Islam im Brennpunkt. Feb. 2004. Sonderheft zum Thema Kopftuch. Hrsg.: Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland e.V., Frankfurt a.M. 2004. (Br., 42 S.)

Kritische Auseinandersetzung:
Mohammed Al Khoder Hussein /Abu Al Aala Al Maudrudi / Abu Al Hassan Ali Al Hassani Al Nadwi: Der Qadjanismus.. Destruktive Bewegungnen. Liga der islamischen Welt. Mekka. Cairo. (124 S.) PB

Weitere Links:

Koran in deutscher Sprache:
http://www.alislam.org/germany/islam/koran_frameset.html

Seite der Ahmadiyya Movement in Islam in deutscher Sprache:
http://www.alislam.org/germany/index.html

Homepage der Ahmadiyya Muslimgemeinde Deutschland:
http://www.ahmadiyya.de/

«Muslim Television Ahmadiyya International» sendet 24 Stunden pro Tag:
http://www.mta-international.de/

[int.Nr.: 1308]

Aktualisiert: 25.7.2004