Sufismus

Naqschbandi (Naqsbandiyya)

Der indische Sufi-Orden der Naqsbandiyya geht auf Khwaja Baha’u’ddin Naqshband (1318–1389) zurück. Der Naqsbandiyya gilt als ein nüchterner Orden, der nichts für künstlerische Tätigkeiten übrig hat [Schimmel, S. 516].

Er unterscheidet sich von anderen Orden durch den schweigenden Zikr. Für die Naqsbandiyya ist charakteristisch, dass sie nicht lange Perioden der Abtötung, sondern seelische Läuterung pflegen, sowie Suhbat, die intime Unterhaltung zwischen Meister und Schüler, die auf höchster geistiger Ebene geführt wird [Schimmel, S. 517]

Im Verlauf ihrer langen Geschichte zeigte sich, dass der Orden, obwohl er mystisch ist, immer an der Politik interessiert war, weil er die Erziehung der herrschenden Klasse als seine Verpflichtung ansah [Schimmel, S. 519].

Es gibt mehrere Gruppierungen, die sich zu den Naqschbandi zählen.

[int.Nr.: 1270]