Die alevitischen Gemeinschaften

Pir Sultan Abdal Alevi Kültur Dergahi

Kontakt
Alewitischer Treffpunkt, Wettsteinplatz 8a, 4058 Basel.
Telefon 061 632 06 68.
psakd@tiscalinet.ch
Präsident: Mehmet Kabakci, Lerchenstrasse 79, 4059 Basel.
Natel 076 390 14 12.

Geschichte
Nach einem Cem am 22.2.98 in Basel in der Elisabethenkirche fand die offizielle Vereinsgründung im März 1998 statt nach dem Vorbild der FEK, Federasyona Elewiyên Kurdistani. Seit dem 1. August 2002 hat der Verein die jetzigen Räumlichkeiten gemietet.

Etwa 50 Mitglieder, darunter mehr Frauen als Männer.

Lehre
Der Verein richtet sich vor allem an Aleviten aus dem Osten der Türkei, also vorwiegend Kurden, die eine liberale Richtung vertreten. Die Bezeichnung Alevi-Kizilbasch wird für die Alevi aus dem Osten benutzt, während jene aus dem Westen häufig als Aleviten-Bektaschiten bezeichnet werden.

Der Verein will die Regeln der alevitischen Religion bekanntmachen und pflegen. Die Frauen sollen zum Beispiel wieder lernen, wie ein Kind nach der Geburt getauft wird, der Verein will aber auch Begräbnisse nach alevitischem Ritus ermöglichen.

Persönliche Kontakte mit Christen werden gepflegt.

Organisation, Finanzen
Der Dede, der normalerweise für den Verein zur Verfügung steht, wohnt in Hölstein; für Cems kommen zudem Dedes aus Deutschland und Frankreich.

Jeder Alevite kann unabhängig von seinem Herkunftsland Mitglied werden. Schweizer, zum Beispiel aus der Kirche, die sich für den Verein engagieren, können ehrenhalber zu Mitgliedern gemacht werden. Von den Mitgliedern wird erwartet, dass sie demokratisch eingestellt sind und die Gesetze achten.

Frauen sind im Verein sehr aktiv und auch im Vorstand vertreten. Wenn verheiratete Männer Mitglied werden wollen, müssen auch ihre Frauen Mitglied werden, damit auch die Frauen im Verein vertreten sind.

Paare 20.- bis 30.- Fr. pro Monat, Einzelmitglieder 10.- Fr., Passivmitglieder 20.- Fr. Dazu kommen Spenden und Einnahmen durch den Verkauf von Essen am Sonntag (eine Familie bringt jeweils das Essen mit, das dann verkauft wird).

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
In einem Keller am Wettsteinplatz 8a in Basel hat der Verein Räume
(160 m2) gemietet: Zwei Versammlungsräume, Büro und Nebenräume.

Der Treffpunkt ist in der Regel jeden Tag am frühen Abend geöffnet.

Sozialer Treffpunkt. Cem; Gesangs- und Semahgruppe. Saz-Unterricht. Unterricht in alevitischer Kultur und Religion. Nachhilfeunterricht für Kinder.

Der Verein will die Integration der Aleviten in die hiesige Gesellschaft fördern und unterstützt soweit als möglich die Mitglieder bei ihrem Umgang mit den Behörden, beim Ausfüllen der Steuererklärung etc. Eine Frau steht als Dolmetscherin zur Verfügung.

Wer religiöse Fragen hat, wendet sich an den Dede. Andere Bereiche der Seelsorge, etwa Trauerarbeit, geschehen durch Verwandte und Bekannte.

Eine kleine Bibliothek mit Büchern in türkischer Sprache.

Zeitschrift
Semah. Die Zeitschrift wurde früher von der KAB (Kürdistan Aleviler Birligi) herausgegeben, heute ist die Demokratik Aleviler Dernekler Federasyonu dafür zuständig.

[int.Nr.: 1182]

Aktualisiert: cpb /8.11.2002