Kaschrut – die Ernährung

nach den Vorschriften des jüdischen Religionsgesetzes

Die Einhaltung der Speise- und Reinheitsvorschriften ist zentral im jüdischen Leben. Die Rabbiner der beiden Gemeinden führen eine Liste der erlaubten und verbotenen Artikel.

Einige Lebensmittel können in konventionellen Geschäften eingekauft werden. Beim Fleisch gelten spezielle Vorschriften. Dies beginnt bei der Auswahl der Tiere und geht weiter bei der Schlachtart. Tiere müssen geschächtet werden. Das heisst, dem unbetäubten Tier werden mit einem absolut einwandfreien, scharfen Messer mit einem schnellen Schnitt Halsschlagader und Luftröhre durchgeschnitten. Dies wird von einem «Schochet» getan, der auch für die peinlich genaue Kontrolle des geschlachteten Tieres zuständig ist. Anschliessend ist es Arbeit des Metzgers, dafür zu sorgen, dass das Fleisch durch ein spezielles Verfahren garantiert ohne Blut ist.

In der Schweiz ist das Schächten verboten. Deshalb muss das Fleisch mit Sonderbewilligung importiert werden. Geschlachtet wird in Frankreich.

  • Donin: Kapitel 6 «Die Speisegesetze: Nahrung für die Seele». S. 103–126
  • Kaschrut Liste (Dieses Büchlein wird von den Rabbinaten der IGB und IRG Basel etwa alle zwei bis drei Jahre neu überarbeitet herausgegeben und bei Bedarf durch Beiblätter ergänzt).
  • Die aktuelle Kaschrut-Liste ist im Internet als PDF-Dokument verfügbar.

[int.Nr.: 20e4]

Aktualisiert: 4.1.2004