Schabbat

Ein wichtiger Punkt der Halacha ist die Einhaltung des Schabbat.

Der Schabbat, erstmals erwähnt als Gottes Ruhetag nach Abschluss der Schöpfung, hat als eine grundlegende soziale Errungenschaft nach und nach in allen Kulturländern Nachahmung gefunden. Für den Juden aber ist nicht nur jede produktive Arbeit am siebten Tag verboten, sondern der Schabbatgedanke verlangt die Loslösung vom materiellen Streben und das Hinwenden zu geistigen Problemen. Der festlich gestaltete Schabbat stellt einen Höhepunkt im häuslichen jüdischen Familienleben dar. Der Schabbat hat den jüdischen Menschen auch in schweren Zeiten die Kraft gegeben, Not zu überwinden und Verfolgungen zu überleben. (Schwarz, S. 5f).

Für Berufstätige, die nicht eine normale Fünftagewoche haben, kann dies Probleme geben. In der Vergangenheit gerieten jüdische Kinder und ihre Eltern in Gewissensnot, wenn es um die Schulstunden am Samstag ging. Heute ist die Situation entschärft dadurch, dass in der Primarschule der Samstag schulfrei ist und die Schulgesetze der beiden Basler Halbkantone geändert wurden. Heute ist es möglich, ein Kind an den religiösen Feiertagen – der Schabbat zählt auch dazu – von der Schule zu dispensieren.

(Donin: Kapitel 5 «Der Sabbat: eine Insel in der Zeit», S. 66–102).

[int.Nr.: 20e3]