Das Verhältnis von Juden und Christen

Die heutige Verbundenheit Basels mit der jüdischen Bevölkerung darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Juden nicht nur erst im letzten Jahrhundert endlich die bürgerliche Gleichberechtigung erhielten, sondern dass sie im Mittelalter blutig verfolgt und während Jahrhunderten diskriminiert wurden. Der Antisemitismus ist mehr oder weniger offen leider auch heute immer noch verbreitet.

Glücklicherweise überwiegt aber die positive Einstellung. Den grossen Kirchen beider Halbkantone sowie der Christkatholische Kirche ist das gute Einvernehmen mit der jüdischen Bevölkerung ein vitales Anliegen. Sie führen Kurse und Veranstaltungen durch, um das Verständnis für die jüdische Minderheit zu vertiefen.

Ausser den vielen individuellen Kontakte gibt es auch institutionalisierte Beziehungen. Die wichtigsten sind die «Christlich-Jüdische Arbeitsgemeinschaft in der Schweiz» und die 1999 gegründete Organisation «Christlich-Jüdische Projekte (CJP)». Bei beiden Vereinigungen, die separat beschrieben werden, sind Juden und Christen gleichberechtigt vertreten.

Bei den informellen Gesprächen des «Interreligiösen Forums» sind Juden auch beteiligt.

[int.Nr.: 20D]