Die jüdischen Gemeinden

Israelitische Gemeinde Basel (IGB)

Kontakt
Israelitische Gemeinde Basel, Leimenstrasse 24, 4003 Basel.
Telefon 061 279 98 50. Fax 061 279 98 51.
http://www.igb.ch
igb@igb.ch

Geschichte
1805 wurde die heutige IGB (Israelitische Gemeinde Basel) gegründet. 1868 wurde die Synagoge an der Eulerstrasse gebaut. 1892 erfolgte deren Vergrösserung (Bau einer 2. Kuppel). 1903 konnte der eigene Friedhof an der Theodor Herzl-Strasse eingeweiht werden. 1909 wurde die kleine Synagoge, die sich neben der grossen Synagoge befindet, in Funktion genommen. 1957 konnte dem Synagogenbezirk ein Gemeindehaus zugesellt werden. Seit 1972 ist die IGB öffentlich-rechtlich anerkannt im Kanton Basel-Stadt das heisst sie hat denselben Status wie die Evangelisch-reformierte, die Römisch-Katholische und die Christkatholische Kirche. 1974 konnte die Alterssiedlung Eden eingeweiht werden. 1995–1996 erfolgte der Ausbau des Hinterhofes: Mikwa, Schule, Begegnungszentrum, Karger-Bibliothek.

Bei der Gründung der IGB waren es 300 Seelen.

1996: In den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft 1 660 Mitglieder (inkl. Ehefrauen und Kinder). Davon sind 51% zwischen
18 und 65 Jahre alt. Die Tendenz der Mitgliederzahlen ist sinkend. Einer der Gründe ist, dass viele der jüngeren Mitglieder nach Israel auswandern.

Lehre
«Die IGB erstrebt die Vereinigung aller Juden von Basel und Umgebung zur Wahrung ihrer jüdischen Interessen. Dazu gehören insbesondere die Pflege des jüdischen Kultus und Erhaltung der dafür nötigen Institutionen, Sicherung der jüdischen Erziehung und Bildung, Sozialarbeit, die Förderung der Beziehungen zu den Juden in aller Welt und insbesondere in Israel. Sämtliche Institutionen der Gemeinde sind gemäss den Bestimmungen des jüdischen Religionsgesetzes (Halacha) und im Sinne der Tradition zu führen.» (Auszug aus den Statuten der IGB).

Für Kontakte zu anderen Religionsgemeinschaften ist die Kommission für Aussenbeziehungen zuständig. Die IGB ist in der Christlich-Jüdischen Arbeitsgemeinschaft und bei den Christlich-Jüdischen Projekten engagiert und pflegt gute Kontakte zu den verschiedenen lokalen Kirchen und Religionsgemeinschaften. Auf Wunsch werden Synagogenführungen für Gruppen durchgeführt.

Organisation, Finanzen
Die IGB ist eine öffentlich-rechtliche Körperschaft, deren oberstes Organ die Gemeindeversammlung darstellt. Alle rechtlichen Fragen sind in den «Statuten der Israelitischen Gemeinde Basel» geregelt.

Jeder Kantonseinwohner, der nach jüdischem Religionsgesetz als Jude gilt, ist Mitglied der IGB. Er kann schriftlich seinen Austritt aus der IGB geben oder seine Nichtzugehörigkeit erklären. Jedes Gemeindemiglied ist vom vollendeten 18. Altersjahr an stimmberechtigt und wählbar.

Es bestehen ständige Kommissionen für: Bau, Bibliothek, Bildung, Friedhof, Sozialhilfe und Fürsorge, Jugend, Gemeindehaus, rituelle Betriebe, Leihkassen, Schule, Synagogen, Werbung und Planung, Altersfragen, Aussenbeziehungen.

Die Einheitsgemeinde (wie die IGB auch genannt wird) umfasst Juden der unterschiedlichsten religiösen Ausrichtungen. Die IGB ist Mitglied des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes.

Die Mitgliederbeiträge richten sich nach dem Einkommen und betragen 11% auf kantonaler Einkommenssteuer des Kantons Basel-Stadt. Andere Finanzquellen sind: Mietzinse und andere Kapitalerträge, Spenden, Legate und Schenkungen, Aufnahmegebühren. Über die Verwendung des Geldes wird im Rechnungsbericht Rechenschaft abgelegt.

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Alle Gebäulichkeiten befinden sich an der Leimenstrasse 24:

Grosse Synagoge, kleine Synagoge, Gemeindehaus (Saal, jüdisches Restaurant Topas, Verwaltung, Sitzungsräume).

Im Gelände der Gemeinde befinden sich ausserdem die Karger-Bibliothek. mit über 20 000 Büchern und weiteren Medien wie CD-ROM, Videos, Internet, Zeitschriften und Zeitung aus dem In- und Ausland sowie Kinderbücher und Spiele.

Jugendzentrale der IGB, Eulerstrasse 12. Telefon 061 272 29 20.

Haus Eden (Alterswohnungen), Schützengraben 16.

Mikwa (Rituelles Reinigungsbad für Frauen).

Es finden tägliche Gottesdienste und Feiertagsgottesdienste statt.

Für die sozialen Belange sind neben dem Rabbiner Haus- und Krankenpflegevereine, der israelitische Frauenverein und diverse andere soziale Vereine besorgt.

Für die Seelsorge sind der Rabbiner und die Sozialmitarbeiterin besorgt.

Anlässe und Angebote für die Öffentlichkeit werden publiziert in «Basel live», in der jüdischen Presse und im Schaukasten des Gemeindehauses.

Die IGB hat für diesen Zweck eine Komission für Aussenbeziehungen. Ansonsten werden Informationen der IGB an die Mitglieder versandt.

Literatur, Zeitschrift
Guth, N.: Synagoge und Juden in Basel. Morascha-Verlag Zürich 1988.
Zum Zentenarium der Basler Synagoge, 1868–1968. Eine Festschrift. Basel. 1968 (73 S., sw Abb).

Nordemann Theodor: Zur Geschichte der Juden in Basel. Jubiläumsschrift der Israelitischen Gemeinde Basel aus Anlass des 150jährigen Bestehens. 5565–5715. 1805–1955. (148 S., sw Abb).

IGB-Info (Versand an Mitglieder).

[int.Nr.: 1165]