Diakonissenhaus Riehen

Kontakt
Diakonissenhaus Schützengasse 51, Postfach, 4125 Riehen 1.
Telefon 061 645 45 45. Fax 061 645 45 00.
Kontaktperson: Sr. Silvia Pauli, Sekretariat Hausleitung.
Telefon 061 645 41 14.

http://www.diakonissen-riehen.ch/

Geschichte
Gegründet 1852 durch Christian Friedrich Spittler, wie zahlreiche andere Werke in unserer Region (zum Beispiel Basler Mission, Taubstummenanstalt, Kinderspital), mit dem Ziel, in die Not der Zeit hinein das Evangelium mit Wort und Tat zu bezeugen. Als Antwort auf die Missstände in der Krankenpflege und in der Betreuung anderer Notleidender entsteht in Riehen eine kleine Lebens-, Glaubens- und Dienstgemeinschaft von jungen Frauen – Diakonissen – die die ersten Patientinnen in ihrem Haus zur Pflege aufnehmen. Sie nennen sich Diakonissen, Dienerinnen, weil sie sich an Jesus Christus, dem Ur-Diakon orientieren, sich von ihm dienen lassen und in seinem Namen sich den Mitmenschen zuwenden.

Die Gemeinschaft und die Aufgaben wuchsen rasch, 1905 wurde der ältere Teil des heutigen Gemeindespitales gebaut, die Schwestern arbeiteten in zahlreichen Spitälern und Gemeindepflegen, Fürsorge- und Erziehungsaufgaben kamen dazu. In den letzten fünfzig Jahren ging die Schwesternzahl zurück, der Sozialstaat übernahm viele der früheren Aufgaben; 1973 wurde das Spital an die Gemeinde Riehen abgetreten.

Der Auftrag ist geblieben und will immer neu konkretisiert werden: Zeichen der Hoffnung setzen durch unser gemeinsames Leben, Beten, Arbeiten – heute mehr im Dienst der Gastfreundschaft, Seelsorge, Fürbitte.

Statistik (Stand Dezember 2004) Schwestern: 125, davon acht in der Vorprobe- und Probezeit. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: 140, plus 95 in der Klinik Sonnenhalde.

Lehre
Selbstdarstellung:
«Die Grundanliegen des Pietismus bleiben uns wichtig: Persönliche Verbundenheit mit Jesus Christus, Orientierung an Gottes Wort, Handeln in dieser Welt aus Dank und Liebe, oekumenisch-missionarische Weite. Als freies Werk innerhalb der evang. reformierten Landeskirche sind wir offen für die Schätze anderer christlicher Traditionen. Wir orientieren uns für unsere Lebensform an der Benedikt-Regel in ihren zeitlosen Teilen. Wie viele Kommunitäten und Ordensgemeinschaften leben wir nach den evangelischen Räten (Gehorsam in Mündigkeit, Ehelosigkeit, Anspruchslosigkeit).»

Mitarbeit: regelmässig zum Beispiel im Kirchenvorstand und Vorstand der örtl. Allianz, der Basler Stadtmission und der Bibelgesellschaft; punktuelle Einsätze und Zusammenarbeit mit verschiedensten Gemeinden und Organisationen (zum Beispiel Chrischona, CVJM/CVJF).

Zugehörigkeit zur Schweizerischen Konferenz der Diakonissenhäuser und zur Kaiserswerther Generalkonferenz, dadurch zum Diakonia Weltbund.

Beziehungen zu verschiedensten Kommunitäten und Ordensgemeinschaften im In- und Ausland.

Teilnahme/Mitarbeit an Anlässen wie Internationaler Interkonfessioneller Ordenskongress, Kommunitätentreffen etc.

Organisation, Finanzen
Rechtsform: Stiftung, vertreten durch das Komitee (Stiftungsrat).

Hausleitung: Oberin (Vorsitz), Stellvertreterinnen, theologische Mitarbeiter.

Schwesternrat: gewählt von und aus den eingesegneten Schwestern, vertritt Anliegen der gesamten Schwesternschaft, zuständig für Vorschläge/Vernehmlassung für Wahl der Hausleitung.

Aufnahme von Schwestern: Aufgenommen werden junge Frauen ab 20 Jahren, die sich von Gott zur Lebensform und zum Auftrag der Diakonisse berufen wissen. Nach einer ca. sechsjährigen Vorprobe- und Probezeit folgt die Einsegnung.

Finanzielle Basis sind das Stiftungskapital und Spenden von Einzelnen und Kirchgemeinden. Beiträge der öffentlichen Hand nur für die diakonischen Einrichtungen.

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Das Diakonissenhaus ist nah am Riehener Dorfkern gelegen und hat verschiedene Wohn- und Betriebsgebäude, im Zentrum das Mutterhaus mit der Kapelle.

Gebetszeiten und Gottesdienste offen für alle:
täglich (ausser Sonntag) Morgenfeier 6.30, Freitags Abendmahl.

täglich Mittagsgebet um 11.50.

täglich ausser Freitag und Sonntag Abendgebet um 19.30.

Sonntagsgottesdienst um 9.30, am vierten Sonntag des Monats
um 20.00.

Einkehrtage: Sechs Dienstage pro Jahr.

Einkehr-Wochenenden für junge Erwachsene: Fünf pro Jahr.

Kinderlager, Teenagerlager je eine Woche in den Sommerferien.

Bibelwochen in Riehen und auswärts.

Weg-Gemeinschaft für junge Frauen von ca. 20 bis 35 Jahren: Gemeinsames Leben und einen guten Rhythmus einüben, praktische Einsätze in Pflege, Kinderkrippe..., Schulung und persönliche Begleitung. Dauer ein oder ein halbes Jahr.

Innerer Freundeskreis für Männer und Frauen, die in ihrem Umfeld an unserem Auftrag teilnehmen.

Arbeitszweige des Diakonissenhauses:
Psychiatrische Klinik Sonnenhalde, Gänshaldenweg 22/30,
4125 Riehen 1.

Birkenhaus, Übergangs- und Wohnheim für Frauen mit psychischen Schwierigkeiten, Pfaffenlohweg 24, 4125 Riehen.

Asylbewerberzentrum Moosrain, Chrischonaweg 52, 4125 Riehen.

Kinderkrippe Rägeboge, Schützengasse 51, Postfach, 4125 Riehen.

In diesen Einrichtungen arbeiten weitgehend oder ausschliesslich freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Schwesternschaft ist Trägerin, unterstützt im Gebet und durch die Präsenz von Schwestern-Zellen (Moosrain, Sonnenhalde).

Seelsorge wird in begrenztem Rahmen von einzelnen Schwestern wahrgenommen.

Pilgerhof-Lädeli (Handarbeiten, Antiquitäten – Dienstagnachmittag und Samstagvormittag).

Einkehr- und Ferienhäuser in Spiez und Wildberg (ZH) mit eigenen Angeboten.

Einladung zu den Angeboten durch Prospekte, gelegentlich Inserate.

Gelegentliche Informationsanlässe in Kirchgemeinden, für Konfirmandengruppen etc.

Literatur, Zeitschrift
Eben Ezer, Hundert Jahre Diakonissenanstalt, 1852–1952.

Fortsetzung: gesammelte Jahresberichte; geplant für 2002: Jubiläumsschrift.

«Das grenzenlose Ja – Jesus begegnet Frauen», Bertulius Verlag, Peter Rüesch (eh. Pfarrer des Diakonissenhauses).

Jahresbericht, Gebetsbrief des Innern Freundeskreises, DHR aktuell (v.a. für die Mitarbeiter/innen).

[int.Nr.: 1228]

Aktualisiert: 31.12.2004