Friedensgasse Diakonische Kommunität

Kontakt
Friedensgasse Diakonische Kommunität, Friedensgasse 72,
4056 Basel. Telefon 061 381 15 11.
adm@friedensgasse.ch
http://www.friedensgasse.ch

Geschichte
1982 wurde die ökumenische Ordensgemeinschaft vom Ehepaaar Catherine und Pierre Brunner-Dubey gegründet. Sie ist offen für Paare sowie Einzelpersonen. Sie ist eine zeitgemässe christliche Lebens-, Glaubens- und Ordensgemeinschaft. Die Kommunität betreibt verschiedene Lebens- und Wohngemeinschaften, wo Menschen in schwierigen Lebenssituationen Aufnahme finden können.

Kern: sechs Personen, äusserer Kreis: 3, Freundeskreis: 10.

Lehre
Die Kommunität orientiert sich an einer ganzheitlichen spirituellen Sicht des Christentums und der Welt und ist geprägt vom ökumenischen und diakonischen Gedankengut der christlichen Urgemeinde. Sie verbindet dabei Ursprung und Wurzeln christlicher Tradition, Mystik und Spiritualität. Die drei Grundpfeiler bilden: Berufung, Liebe und solidarische Gemeinschaft. Dabei ist die Liebe das wichtigste Element. Die Liebe ist eine Seinsweise, die in allen Bereichen unserer Existenz als Liebe zu Gott, zum Nächsten, zum göttlichen Selbst und als Feindesliebe ihren Ausdruck findet. Zur Liebe gehört auch ein positiver Umgang mit Körperlichkeit und Sexualität. Die Liebe beruft zur solidarischen Gemeinschaft mit den Benachteiligten. Solidarische Gemeinschaft heisst, einen Ort schaffen, wo wir alle zur Würde unserer Menschlichkeit finden und uns in personaler Freiheit entfalten und entwickeln können.

Kontakt mit dem St. Katharina-Werk, Zusammenarbeit mit der Offenen Kirche Elisabethen. Weitere Kontakte zur reformierten und Römisch-Katholischen Kirche Basel-Stadt, zur lesbischen und Schwulen Basiskirche sowie zu anderen Kommunitäten.

Organisation, Finanzen
Der Verein Lebensgemeinschaft, in dem jene Mitglieder Aufnahme finden, die sich der Kommunität verbindlich verpflichtet haben, bildet das tragende und ideelle Dach von der Kommunität; geleitet wird der Verein von P.&C. Brunner-Dubey. Verschiedene Trägervereine sind die rechtlichen Träger der von der Kommunität betriebenen Häusern und Gemeinschaften.Da die Kommunität klein ist, werden die Entscheidungen im Konsens getroffen. Interessenten finden zuerst Aufnahme im äusseren Kreis des Kommunität als Kanditaten , wo das Versprechen (Einhalten des dreifachen Liebesgebotes) alljährlich erneuert wird. Danach wird der/die InteressentIn als Novize/in aufgenommen. Durch das Lebensversprechen verbindet sich der Novize/die Novizin vollständig mit der Kommunität.

In der Kommunität leben sowohl Menschen in persönlicher Partnerbeziehung als auch solche, die sich keinem persönlichen Partner verbunden haben oder dem Zöllibat verpflichtet sind; als Formen persönlicher Partnerbeziehung kennt die Kommunität die Ehegemeinschaft und die Lebenspartnerschaft gleichgeschlechtlicher Menschen. Die Kinder der in der Kommunität lebenden Ehepaare sind keine Mitglieder der Ordensgemeinschaft.

Zudem können sich Menschen dem weniger verbindlichen Freundeskreis anschliessen.

Der innere Kern der Kommunität übt den bewussten Umgang mit dem Geld, das heisst jede und jeder gibt je nach Lebenssituation zwischen ca. 10–30% des Einkommens in einen Solidaritätsfond, mit dem Menschen in Notsituationen oder soziale Projekte unterstützt werden.

Der äussere Kreis gibt ca. den Zehnten und Angehörige des Freundeskreises gehen keine finanziellen Verpflichtungen ein. Die Finanzen des Verein Friedensgasse, welche die Diakonische Kommunität in Basel betreibt, sind gänzlich getrennt und die Häuser werden durch BSV-Subventionen, aus Pensionsgelder (Renten, Ergänzungsleistungenk, Fürsorge) und Spenden betrieben.

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Das Hauptgebäude befindet sich an der Friedensgasse. Es ist ein grosses Haus mit Gemeinschaftsräumen, Garten und zwei sehr einfach eingerichteten Kapellen im Untergeschoss mit anliegendem Gemeinschaftsraum. An der Friedensgasse können 10 Bewohner Aufnahme finden.

Eine weitere Gemeinschaft befindet sich an der Therwilerstrasse, welche für fünf Bewohner Aufnahme bietet.

Landgut und Zentrum Podere Fiorli in der Toscana.
Liturgisches Abendgebet (öffentlich; findet Dienstag bis Freitag von 19.45– 20.15 statt).

Gottesdienst mit Abendmahl oder Agape-Mahl (einmal pro Monat; bitte nachfragen).

Gebet für die Welt: unter Einbezug aktueller, politischer Eregeinisse. (jeden Freitag 19.45 an der Therwilerstrasse 3).

Gästeabend mit Nachtessen, Mittwoch 18.30 nach Voranmeldung.

Aufnahme von Personen in schwierigen Lebenssituationen.

Kurse, Seminare zu Friedensarbeit und Kontemplation.

Spezielle spirituelle Angebote für Lesben und Schwule.

Projekt in der Toscana.

Diakonisches Hauptengagement bildet die Aufnahme von Menschen in schwierigen Lebenssituationen in die diakonische Gemeinschaft.

Auswärtige Vorträge und Projektvorstellungen auf Anfrage. Ebenso sind informelle Gruppenbesuche in der Gemeinschaft möglich.

Prospekte liegen in der Elisabethenkirche auf und in diversen katholischen und evangeliischen Tagungsstätten in der Schweiz. Verschiedene Veranstaltungen werden im Programm der Offenen Kirche Elisabethen und in der katholischen Erwachsenenbildung ausgeschrieben. Ein Buch über die Arbeit, Spiritualität und Vision der Kommunität wird im Buchhandel vertrieben.

Literatur, Zeitschrift
Brunner-Dubey, Catherine & Pierre: Kraftvoll einkehren. Eckpfeiler für eine Kirche der Zukunft. Mit einem Vorwort von Richard Rohr. Rex Verlag 1996.

Newsletter (zweimal pro Jahr) auf Anfrage hin erhältlich.

[int.Nr.: 1173]

Aktualisiert: 8.6.2004