Gemeinde von Christen – Basel

Kontakt
Charles Reichenbach, Prediger, Bergstrasse 17, 8187 Weiach.
Telefon 01 858 28 32.

Dr. Dieter Frey, Telefon 061 321 58 08.

Geschichte
Die «Gemeinde von Christen» in Basel ist eine «Versammlungsgemeinde». Ursprünglich wurden solche Gemeinden von Hermann Zeiss in den fünfziger Jahren in Deutschland initiiert. Es handelte sich um charismatische Gemeinden, die auch Heilungen praktizierten. In Basel wurde eine kleine Gruppe, die dieser Zeiss-Bewegung nahestand, von Charles Reichenbach im Predigtdienst übernommen. Diese Gemeinde umfasste zeitweise recht viele Mitglieder (ca. 200 Zuhörer), schrumpfte dann wieder, indem jüngere Mitglieder wegzogen. Zeitweise fehlte auch etwas Führung und die Mitgliederzahlen gingen stark zurück. Heute hat sich die Gemeinde wieder stabilisiert, es gibt auch wieder Hauskreise.

Die Versammlungen finden im Spittler-Haus der evangelischen Gesellschaft statt.

Die Gemeinde in Basel besteht im Kern aus 10 Mitgliedern, dazu kommen etwa 20 Besucher im Alter von 30 bis 70 Jahren. Zur Zeit nimmt die Gemeinde mitgliedermässig leicht zu und entwickelt sich tendenziell zu einer Familiengemeinde.

Lehre
Selbstdarstellung:
«Wir glauben an die Dreieinigkeit: Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Wir glauben an Gottvater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, der sich in seinem Sohn Jesus offenbart.

Wir glauben an Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, empfangen vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gekreuzigt und gestorben, begraben und auferstanden.

Wir glauben an die leibhaftige Auferstehung Jesu von den Toten und seine Erhöhung zur Rechten Gottes, von wo er wiederkommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten.

Wir glauben an die Gaben des Heiligen Geistes. Die Heilige Schrift mahnt uns, nach den grössten Gaben zu streben. Gott behält sich die Auswahl der Gaben für den Einzelnen vor.

Wir glauben an den göttlichen Ursprung und die Inspiration der Heiligen Schrift. Männer Gottes haben geredet und geschrieben, inspiriert durch den Heiligen Geist.

Wir glauben an die Sündhaftigkeit des Menschen seit dem Sündenfall und an das Verlorensein des unerlösten Menschen.

Nur durch den stellvertretenden Opfertod Jesu Christi am Kreuz wird der Mensch aus diesem verlorenen Zustand befreit. Die persönliche Hinwendung zu Jesus wird durch den Heiligen Geist gewirkt. Dadurch wird dem Menschen das ewige Leben durch Jesu Christus geschenkt.

Wir glauben an die persönliche Erscheinung des Herrn Jesus Christus zur Entrückung seiner Gemeinde und danach zur Machtergreifung für sein Friedensreich.»

Das Glaubensbekenntnis unterscheidet sich nur wenig von jenem der reformierten Kirche. In der Glaubenspraxis bestehen Besonderheiten in der Glaubenstaufe.

Die «Gemeinde von Christen» versteht sich innerhalb des freikirchlichen Spektrums als verkündigungsbezogene «Wortgemeinde». Charismatische Gaben werden akzeptiert, stehen aber nicht im Vordergrund.

Die Gemeinden in Schaffhausen, St. Gallen, Winterthur und Zürich sind Mitglied der Evangelischen Allianz, nicht aber die Gemeinde in Basel. Für Kontakte innerhalb freikirchlicher Kreise hat die Gemeinde zuwenig Mitglieder.

Organisation, Finanzen
Gesamtschweizerischer Verein, lokale Gemeinden an neun Orten in der Schweiz. Es gibt keine eingeschriebenen Mitglieder. Jeder, der eine persönliche Beziehung zu Jesus hat und regelmässig die Gottesdienste besucht, wird als zur Gemeinde gehörig betrachtet. Die Glaubenstaufe ist ein Angebot, aber keinesfalls Bedingung. Die Leitung der Gemeinden gesamtschweizerisch obliegt dem «Ältestenrat», der sich regelmässig trifft und vom Gesamtleiter der Gemeinden, Charles Reichenbach, präsidiert wird. Jede Gemeinde verfügt lokal über eine Gemeindeleitung, die dem Ältestenrat untergeordnet ist. Nicht alle Gemeinden haben einen eigenen lokalen Pastor. Stellung und Amt von Frauen in den Gemeinden sind nicht statuarisch festgelegt.

Freiwillige Kollekte, Spenden; offene Jahresrechnung. Die vollamtlichen Prediger erhalten kein festes Salär, ihr Einkommen setzt sich zusammen

aus freiwilligen Gaben der Gemeinden und aus Freundeskreisen (Bedürfnislohn).

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Die Versammlungen finden zur Zeit im Spittler-Haus statt.

Gottesdienste jeweils am Sonntag um 17.00 im Spittler-Haus; zwei Hauskreise.

Aufgrund der Kleinheit der Gemeinde gibt es in Basel kein diakonisches Werk. In Winterthur ist die dortige Gemeinde diakonisch aktiv mit akuter und rehabilitativer Drogenarbeit. Mitglieder der Basler Gemeinde unterstützen die Gassenarbeit.

Seelsorgerlicher Dienst ist wenig strukturiert und geschieht «spontan» nicht nur durch Prediger, sondern situativ auch durch Gemeindeglieder.

Kirchenzettel, Annoncen unter «Vorträge» in der Basler Zeitung, persönliche Kontakte, auch gelegentlich spezielle Veranstaltungen (zum Beispiel Klavierkonzerte). Die Gemeinde sucht nach neuen Wegen, Menschen ausserhalb gemeindlicher und kirchlicher Tradition anzusprechen. Mitglieder der Gemeinden unterstützen regelmässig verschiedene missionarische Tätigkeiten, so Jugendarbeit in Südamerika, eine maghrebinische Mission in Marseille, Familien in Polen und Israel u.a.m.

[int.Nr.: 1143]