Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons Basel-Landschaft

Für die Seelsorge sind die Pfarrerinnen und Pfarrer der einzelnen Kirchgemeinden besorgt.

Kirchgemeinde Arisdorf-Giebenach-Hersberg

1 500 Mitglieder

Kontakt
Frau Pfarrer Florence Develey, Hauptstrasse 66, 4422 Arisdorf.
Telefon 061 813 05 35.

Die Kirchgemeinde Arisdorf-Giebenach-Hersberg ist ländlich geprägt. Insgesamt leben mehr als dreissig Bauernfamilien in unseren Dörfern. Jedoch leben auch viele Zuzüger aus der Stadt bei uns. So bilden Bauernhöfe und Einfamilienhäuser ein idyllisches Dorfbild.

Die Kirche thront auf einem Hügel über dem Dorf Arisdorf. Nebst der Kirche ist das Pfarrhaus das einzige kirchliche Gebäude für unsere Talschaft. Alle Aktivitäten ausser den Gottesdiensten (sonntags jeweils um 9.45, im Winterhalbjahr auch um 19.00) finden hier statt: Altersnachmittag, Religionsunterricht, Erwachsenenbildungskurse, Seelsorge, Gespräche...

Die Kirchgemeinde wird von einem einzigen Pfarrer (zur Zeit einer Pfarrerin) geleitet. Katholische Menschen müssen entweder nach Kaiseraugst, bzw. Liestal zur Messe gehen, oder sind in unserem reformierten Gottesdienst herzlich willkommen. Das Einvernehmen mit den katholischen Kollegen in den Nachbardörfern ist gut, die Ökumene zur Selbstverständlichkeit geworden.

Ohnehin sind wir eine liberale und aktive Gemeinde. Wir sind offen für andere Religionen – wir planen, in der Kirche Symbole anderer Religionen aufzuhängen –, wir sind keinen strikten moralischen oder konfessionellen Dogmen unterworfen, wir sind experimentierfreudig. Viele Gemeindeglieder helfen jeweils freiwillig mit, kirchliche Veranstaltungen zu realisieren.

Wer irgendein Problem, eine Frage oder ein Anliegen hat, wendet sich direkt an die Pfarrerin oder an ein Mitglied der Kirchenpflege. Ein eigentliches Sekretariat haben wir (noch) nicht. Bisher erledigt eine Sekretärin in sechs Stunden pro Woche die dringendsten administrativen Aufgaben. Alles andere wir von der Pfarrerin und der Kirchenpflege aufgenommen.

Highlights im Jahr sind bei uns der Erntedankgottesdienst im Herbst. Da ist in der Kirche keinen Platz mehr und wir zügeln in die Turnhalle, wo ein riesiger Gabentisch aufgebaut wird und dann Erntedank gehalten wird. Anschliessend gibt es eine «Teilete». Das Buffet wird jeweils von einem Profi kunstvoll hergerichtet. Der Mitternachtsgottesdienst an Heilig Abend ist ebenfalls ein besonderes Ereignis, sowie der Muttertagsgottesdienst. Am diesem Tag kommt der Jodlerclub in seiner besten Kleidung und singt für unsere Mütter, die sehr zahlreich erscheinen. Anschliessend an den Gottesdienst verteilt der Jodlerclub jeder Frau einen Blumenstrauss und serviert einen Apero draussen auf dem Kirchhof.

Längst nicht alle Gottesdienste finden in der Kirche statt. Unsere schöne Landschaft ermöglicht es uns, immer wieder auch Feldgottesdienste feiern zu können.

Ganz grossgeschrieben wird in unserer Kirchgemeinde der persönliche Kontakt zu unseren Mitgliedern. Da wir eine überschaubare Gemeinde von rund 1 400 Mitgliedern sind, ist dies auch gut machbar. Im Zeichen der Kontaktnähe steht unser Mitteilungsblatt «Augenblick». Es informiert monatlich über unsere kirchlichen Aktivitäten und stellt eine Art «Dorfchronik» (so nennen es die Leserinnen und Leser): Es erwähnt namentlich und mit Bild alle Gratulanten, die einen runden Geburtstag (70, 75, 80, 85, 90, 91, 92...), eine goldene Hochzeit oder sonst einen grossen Anlass zu feiern haben. Und es listet alle Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen auf.

[int.Nr.: 1135.04]