Offene Kirche Elisabethen

Kontakt
Offene Kirche Elisabethen, Elisabethenstrasse 10-14, 4051 Basel
Telefon 061 272 03 43 (André Feuz und Eva Südbeck-Baur). Fax 061 272 04 01
oke@smile.ch

http://www.offenekirche.ch

Geschichte
Die Arbeit der OKE besteht seit 1994 in der Elisabethenkirche, die 1977 von der Kirchgemeinde St. Elisabethen aufgegeben worden war. Sie geht zurück auf ein Projekt, das im Jahre 1988 entstanden ist (Experimente mit neuen Gottesdienstformen, Kreuzweg durch Basel, verschiedene Kunst- und Tanzprojekte in Basler Kirchen).

Pro Jahr
– besuchen etwa 120 000 Menschen die Elisabethenkirche
– meditieren 1 000 Menschen in der Kirche
– führen 1 500 Hilfsbedürftige Gespräche mit den Heilerinnen und Heilern
– nehmen 2 200 Musikliebhber an den Mittagskonzerten teil
– beteiligen sich etwa 5 000 Gläubige an Gottesdiensten und Feiern
– erfreuen sich Tausende an Konzerten und Ausstellungen

Zum Förderverein gehören ca. 300 Mitglieder. (Der Verein hat keine eigenen Mitglieder).

Lehre
Zielsetzung und Vision der Offenen Kirche Elisabethen:
Die Arbeit der Offenen Kirche Elisabethen sucht eine Form kirchlichen Lebens im ausgehenden 20. Jahrhundert zu verwirklichen, die der städtischen Lebens-, Denk- und Erfahrungsweise entspricht. In ihrem Zentrum stehen das Leben und das Wohl der Menschen, der Stadt und der Welt.

Ihre Wurzeln und ihre Identität hat die Offene Kirche Elisabethen in der jüdisch-christlichen Tradition, wie sie in grosser Vielfältigkeit von der Bibel und den Kirchen überliefert worden ist. Besonders nahe steht sie deren mystischen Traditionen. Es geht ihr um Christus, den Schöpfer und Erhalter des Kosmos, der sich in Jesus von Nazareth, seinem Leben, seinem Tod und seiner Auferstehung offenbart hat, und durch den Heiligen Geist in den Kirchen und unter den Menschen seit Anbeginn wirkt, zur Entfaltung und zum Wachstum des Lebens.

Der Begriff Offene Kirche ist für sie kennzeichnend, weil sie den Austausch und die Auseinandersetzung mit anderen Denkweisen und Gruppen sucht und fördert, um im Zuhören und Lernen herausgefordert zu werden und selber herauszufordern. Sie sucht die Begegnung mit der zeitgenössischen Religiosität und Kultur ebenso wie die Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen.

Jesus ist ihr Vorbild und Anstoss Grenzen zu überwinden, denn er hat unablässig Grenzen überwunden, die Grenzen der kultischen Unreinheit, der sozialen Schichten, des Kultes und der Moral, und er hat mit den Menschen eine neue Gemeinschaft gebildet.

So ist es ein Ziel der Offenen Kirche Elisabethen, Gemeinschaft zu stiften und Menschen zusammenzuführen, die den verschiedensten gesellschaftlichen, sozialen und religiösen Gruppen und Traditionen angehören. Sie will dazu beitragen, dass Vorurteile abgebaut werden und Menschen aufeinander hören, voneinander lernen und miteinander streiten können. Das Verbindende ist ihr wichtiger als das Trennende.

Patriarchale Gottesvorstellungen und Arbeitsformen sollen überwunden werden. Die Offene Kirche Elisabethen sucht auch nach zeitgemässen Formen der Begegnung mit sich selber, dem Andern und Gott, zum Beispiel in der Form von Gesprächen statt Gottesdiensten.

Die Offene Kirche Elisabethen stellt sich auf die Seite der Benachteiligten, der Armen und Entrechteten. Sie setzt sich ein für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung.

Sie arbeitet für die Versöhnung zwischen den Menschen, für die Versöhnung mit der Wirklichkeit, die alles umfängt, und für die Versöhnung zwischen den christlichen Konfessionen und den Religionen.

Die Offene Kirche Elisabethen will keine Angebots- sondern eine Gemeinschafts-Kirche sein. Sie arbeitet nicht für, sondern mit Betroffenen, und hört auf das, was die Menschen heute wirklich bewegt. Sie beheimatet verschiedene Gruppen, die sich für bestimmte soziale, kulturelle und religiöse Anliegen treffen.

Sie hat eine kritische Einstellung zur institutionalisierten Sozialarbeit und zur professionellen kirchlichen Arbeit. Sie ist basisorientiert, nach dem Vorbild der Nachbarschaftshilfe.

Die Offene Kirche Elisabethen plant möglichst flexibel und legt Wert auf spontane Aktionen. Das Richtige zur richtigen Zeit zu tun ist wichtiger als vorweisbare Erfolge.

Die Offene Kirche Elisabethen ist ein Teil der weltweiten Kirche. In Basel lebt sie eine möglichst breite Oekumene. Verbindung mit den City-Kirchen in anderen europäischen Städten.

Organisation, Finanzen
Die Offene Kirche Elisabethen ist als selbständiger Verein organisiert und wird von der Evangelisch-reformierten und der Römisch-Katholischen Kirche mitgetragen und mitfinanziert. Daneben besteht noch ein Förderverein, der den Verein ideell und materiell unterstützt. Zusammensetzung des Teams: Eva Südbeck-Baur, kath. Seelsorgerin, André Feuz, ref. Pfarrer, Sandra Hirschi, Sekretariat und Sigristin.
Der Jahresetat von ca. 500 000 Franken wird wie folgt finanziert (Stand 2003):
29% Kirchen (ERK BS und BL, RKK BS und BL, Christkath. Kirche BS und BL).
25% Eigenleistungen (Vermietungen, Einritte, Kollekten, Kurse, Kerzenverkauf, Kiosk).
32% Freiwilligenarbeit
12% Spenden.
2% Stiftungen.

Die Jahresrechnung erscheint im Jahresbericht der OKE.

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Die Elisabethenkirche ist ein dreischiffiger neugotischer Bau aus dem Jahre 1864 in der Basler Innenstadt an der Elisabethenstrasse 14, der unter eidgenössischem Denkmalschutz steht. Im gegenüberliegenden Pfarrhaus an der Elisabethenstrasse 10 sind die Büros, ein Versammlungsraum (75 m2) und eine kleine Kapelle untergebracht.

Gottesdienste:
Lesbische und Schwule Basiskirche: Dritter Sonntag im Monat 18.00.
FeierAbendMahl - Frauen am Altar: dritter Freitag jeden 3.,6.,9.,12. Monats,18.00.
Heilungsfeiern: erster Sonntag des 3., 6., 9., 12. Monats, 18.00.
Interreligiöses Friedensgebet.
Schöpfungsfest für Mensch und Tier.

Regelmässige Angebote:
Kirchenöffnung: Dienstag bis Freitag 10.00–21.00, Samstag 10.00–18.00 (im Juli Sommerpause).

Turmbesteigung Dienstag bis Samstag 11.00–17.00.

Café-Bar Elisabethen Dienstag bis Samstag 10.00–18.00.

Nachtöffnung der Kirche wird angezeigt durch das Turmlicht.

Gesprächsangebot:
Dienstag bis Freitag 10.00–21.00, Samstag 10.00–18.00.

Seelsorge: Mittwoch 17.00–19.00.

Handauflegen: Donnerstag 14.00–18.00.

Kulturelles:
Mittwoch-Mittag-Konzerte: Mittwoch 12.15–12.45 (ausser in den Ferien).

Ausstellungen, Discos...

Meditationen:
Zazen – Stilles Gebet: Dienstag 12.15–12.45 und Freitag 6.45–7.15.

Vipassana Meditation: Freitag 12.15–12.45.

Tag der Achtsamkeit: Dritter Samstag im Monat 10.15–17.00.

Sofern möglich leistet der Präsenzdienst spontane Hilfe (Dienstag bis Freitag 10.00–21.00, Samstag 10.00–18.00; vorne rechts in der Kirche) oder versucht Hilfesuchende an entsprechende Stellen zu vermitteln. Es werden kein Geld und keine Gutscheine abgegeben.

Jeweils am Donnerstag 14-18 Uhr bieten in der Kirche Heilerinnen und Heiler notleidenden Menschen Unterstützung durch Gespräch und Handauflegen an.
Jeden Mittwoch besteht von 17-19 Uhr die Gelegenheit, mit einem Seelsorger / einer Seelsorgerin unangemeldet ein Gespräch zu führen. Oder nach telephonischer Vereinbarung unter 061 272 03 43.

Mitglieder und weitere Interessierte erhalten vierteljährlich das Programm.
Im Kirchenboten, in Kircheheute und oft in der Tagespresse werden die aktuellen Angebote bekannt gemacht.
Internet

Literatur, Zeitschrift
Offene Kirche Elisabethen Programm (vierteljährlich)

Offene Kirche Elisabethen Jahresbericht

[int.Nr.: 1086]

Aktualisiert: 22.3.2004