Evangelisch-reformierte Kirche Basel-Stadt (ERK BS)

39'113 Mitglieder (31.12.2003)

Die ERK BS besteht aus sieben Kirchgemeinden. Sechs davon sind sogenannte Territorialgemeinden, in die das Kantonsgebiet aufgeteilt ist. Einige sind weiter untergliedert in Quartiergemeinden. Die siebte Gemeinde ist die Eglise française, deren Mitglieder aus der ganzen Region stammen. Ihre Gründung geht auf das Jahr 1572 zurück, als sich reformierte Glaubensflüchtlinge aus Frankreich in Basel niedergelassen haben. Neben den Kirchgemeinden hat die ERK BS eine ganze Reihe weiterer Einrichtungen wie das Forum für Zeitfragen, die Offene Kirche Elisabethen, das ökumenische Aidspfarramt beider Basel, das Pfarramt für Industrie und Wirtschaft, die Diakoniestelle und zahlreiche Beratungsstellen.

Die Mitglieder gehören in der Regel derjenigen Kirch- und Quartiergemeinde an, in der sie wohnen. Es besteht aber auch die Möglichkeit der freien Kirchgemeindewahl.

Organisation, Finanzen
Die Evangelisch-reformierte Kirche besteht aus den unten aufgeführten Kirchgemeinden. Sie sind demokratisch organisiert. Die Kirchgemeindeversammlung fungiert als beschliessende, der Kirchenvorstand als ausführende Behörde. Analoges gilt für die eine Kirchgemeinde bildenden Quartiergemeinden, dort heissen die Instanzen Quartiergemeindeversammlung und Quartierkirchen-vorstand. Auf kantonalkirchlicher Ebene bilden 100 Synodale das Kirchenparlament. Bis auf drei von der Französischen Kirche delegierten Mitglieder werden sie nach dem Proporzsystem gewählt, wobei die Kirchgemeinden die Wahlkreise bilden. Die Regierung der Kirche trägt den Namen Kirchenrat und zählt neun Mitglieder, darunter den Präsidenten oder die Präsidentin des Kirchenrates. Dem Kirchenrat ist die Kirchenverwaltung unterstellt. Die Kantonalkirche kennt das Initiativ- und Referendumsrecht, ebenfalls demokratisch geregelt sind die Pfarrwahlen. Zur Bestreitung ihrer Kosten erhebt die Kirche Steuern und zwar in der Höhe von derzeit 8% der kantonalen Einkommenssteuer.

Mitglied der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt ist, wer in sie hereingeboren wurde oder ihr beigetreten ist. Die Mitgliedschaft geht verloren durch Tod, Wegzug oder ausdrücklich erklärten Austritt.

Doppelmitgliedschaft mit mehreren Freikirchen ist möglich, so zum Beispiel mit: Heilsarmee, Gemeinde für Urchristentum, Chrischona, Freie Evangelische Gemeinde.

Die steuerpflichtigen Mitglieder trugen über 21 Millionen Franken an die insgesamt gut 32 Millionen Franken kirchlicher Einnahmen bei. Davon werden 42% in den Kirchgemeinden eingesetzt, 12% für Religionsunterricht, rund 10% für Gebäude, 8% für Soziales u.a.

Die Jahresrechnung wird veröffentlicht und von der Synode genehmigt.

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Für die einzelnen Kirchen und Gemeindehäuser siehe nachstehend unter «Gemeinden»!

Daneben gibt es auch kantonalkirchlich genutzte Gebäude:

Bischofshof und Münsterhof mit der Kirchenverwaltung und dem Sitz der Kirchenleitung.

St. Albankirche, St. Albankirchrain 11, 4052 Basel (Die Kirche steht der Serbisch-Orthodoxen Gemeinde zur Verfügung!).

Martinskirche, Martinskirchplatz 4, 4051 Basel (Die Kirche wird nicht mehr als Gemeindekirche verwendet. Einesteils ist die Kirche der BewegungPlus untervermietet, anderseits wird sie für Konzerte etc. verwendet).

[int.Nr.: 1068]

Aktualisiert: 10.3.2004