Communauté de Grandchamp / Retraitenhaus Sonnenhof (evangelische Kommunität Grandchamp)

Kontakt
Schwestern von Grandchamp, Retraitenhaus Sonnenhof,
4460 Gelterkinden. Telefon 061 981 11 12. (9.00–12.00, 16.00–18.00, 19.15–20.00) Fax 061 983 95 55.

Geschichte
In den dreissiger Jahren entdeckten einige Frauen aus der Reformierten Kirche in der französischen Schweiz von neuem die Wichtigkeit der Stille für ihr Glaubensleben. Sie bereiteten geistliche Retraiten vor, die zuerst in einem Haus in Grandchamp stattfanden und in den folgenden Jahren an Häufigkeit zunahmen.

Durch die Freundschaft und Unterstützung von anglikanischen, orthodoxen und katholischen Gemeinschaften wurde ihnen von neuem den Strom des monastischen Lebens bewusst.

Im Jahr 1952 enschieden sich die ersten Schwestern für ein Engagement auf Lebenszeit. Kurz darauf übernahmen sie die Regel und die Gebetsordnung von Taizé als Grundlage ihres gemeinsamen Lebens und ihrer Liturgie.

Auf die Anfrage deutschsprachiger Gäste hin, eröffneten die Schwestern 1954 ein Retraitenhaus in Gelterkinden, wo sie die Liturgie in deutscher Sprache beten.

Die Gesamtkommunität zählt ca. 60 Schwestern, die aus verschiedenen Kirchen der Reformation und aus mehreren Ländern kommen. Die Mehrheit lebt in Grandchamp. Im Sonnenhof leben derzeit neun Schwestern.

Das Altersspektrum reicht von Ende zwanzig bis Ende neunzig.

Lehre
Die Regel und Gebetsordung von Taizé dienen als Grundlage ihres gemeinsamen Lebens und ihrer Liturgie.

Die Berufung der Schwestern besteht in einer zweifachen Herausforderung:

«Komm in die Wüste!», suche Sein Angesicht, lass dich in der Einsamkeit und Stille von Ihm finden, empfange aus Seiner Liebe deine innere Ganzheit.

«Erweitere den Raum deines Zeltes ...», deines Herzens, und befürchte nicht, von denen, die Er zu dir sendet, gestört zu werden; verschliesse dich nicht!

Wesentlich sind: der Kampf des Gebetes, die Meditation des biblischen Wortes, das gemeinsame Leben und das Teilen mit allen, die kommen.

Offenheit im Gebet und in Kontakten für die vielfältige, weltweite Kirche Jesu Christi. Mitarbeit und Präsenz an verschiedenen ökumenischen Versammlungen und Ereignissen.

Organisation, Finanzen
Der Sonnenhof ist eine Filiale des Mutterhauses in Grandchamp. Rechtlich-juristisch ist er als Stiftung eingetragen. Geleitet wird die Gesamtkommunität von einer Priorin, eine verantwortliche Schwester hat die Leitung des Sonnenhofes inne. Die Schwestern des Sonnenhofes sind eng verbunden mit Grandchamp. Für die Abendmahlsgottesdienste wird eine Pfarrerin oder ein Pfarrer, oft aus dem Kanton Basel-Landschaft, hinzugezogen.

Die Mitgliederaufnahme erfolgt in Grandchamp.

Ausser im Mutterhaus in Grandchamp/Areuse (NE) und auf dem Sonnenhof leben einige Schwestern eine einfache Präsenz des Gebets und der Freundschaft in Frankreich, in Israel und in Algerien.

Der Sonnenhof finanziert sich aus Pensionsgeldern der Gäste sowie durch Spenden. Der Sonnenhof ist finanziell unabhängig von der Landeskirche.

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Der Sonnenhof in Gelterkinden besteht aus einem grossen älteren Haus
sowie einem kleineren Neubau; im Neubau befindet sich eine grosse Kapelle, wo die Gottesdienste stattfinden, im älteren Haus befindet sich noch eine kleine Kapelle. Zwei Gruppenräume.

Der Sonnenhof ist umschlossen von einem grossen Garten.

Retraiten laut Jahresprogramm (für Frauen und Männer).

Individuelle Retraiten mit persönlicher Begleitung durch eine Schwester.

Gottesdienste: liturgische Tagzeitengebete viermal täglich.

Eucharistiefeiern: Donnerstag 18.30, Sonntag im allgemeinen 7.30 (an Festtagen verschieden).

Empfang von Gruppen, die meist selbst Einkehrtage gestalten, jedoch den Lebensrhythmus der Schwestern teilen möchten.

Einzelgäste haben immer die Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch mit einer Schwester.

Bibliothek, Bücher- und Kartenverkauf.

Keine aktive Mission. Prospekte werden auf Anfrage hin zugestellt.

Literatur, Zeitschrift
Soeur M. de Beaumont: Du grain à l’épi. Receuil de souvenirs. Le Mont sur Lausanne 1995.

Leuba, J.-L. (Hrsg.): Une vocation de femme. Le Mont sur Lausanne 1996.

Jahresbericht (Brief aus Grandchamp).

[int.Nr.: 1050]