Gebetsgruppe von Pater Pio

Kontakt
Geistlicher Leiter für Basel: Pater Holdener, Kloster Mariawil,
Bruggerstrasse 143, 5400 Baden. 056 203 00 48.
Geistlicher Leiter für die Schweiz: Pfr. Hans Buschor,
Bedastrasse 27a, 9200 Gossau. Telefon 071 385 98 90.

Kontakt Basel: Hedi Böhi-Länzlinger, Thumringerstrasse 66,
4058 Basel. Telefon 061 601 03 27.

Geschichte
Am 25. Mai 1887 wurde Francesco Forgione in der italienischen Ortschaft Pietrelcina geboren. Er wurde schon mit 15 Jahren Novize, trat als Bruder Pio in ein franziskanisches Kloster ein und studierte Theologie. Am 22. Januar 1904 wurde er in den Orden aufgenommen und 1910 zum Priester geweiht. Trotz seiner angeschlagenen Gesundheit erfüllte Pater Pio seine priesterlichen Pflichten, vor allem die Messfeier und die Beichte. Bald verbreitete sich der Ruf, dass er ein Heiliger sei, was viele Gläubige zu ihm strömen liess.
Am 9. Januar 1940 gründete er das «Haus zur Linderung der Leiden». Damit begann er ein Werk, das bis heute Bestand hat. 81jährig starb Pater Pio am 23. September 1968. 1983 begann der Prozess, der durch die Seligsprechung am 2. Mai 1999 in Rom seinen Höhepunkt fand.

Ausgehend vom «Haus zur Linderung der Leiden» wurden lokale Gebetsgruppen gegründet. Bereits 1986 gab es 2 187 Gebetsgruppen in 86 Staaten. 1999 bestehen in der Schweiz 11 Gebetsgruppen.

Seit 1982 besteht diejenige von Basel. Ihr steht seit dem 21. Januar 1988 Pater Holdener als geistlicher Leiter vor.

Die monatlichen Gebetstreffen werden von etwa 40 bis 55 Frauen und Männern meist älteren Jahrgangs besucht.

Lehre
Die Gebetsgruppen von Pater Pio verstehen sich als katholisch und unterstellen sich der Hierarchie. Sie sind «Bestandteil der Kirche, ihrer natürlichen Mutter». (S.21)*

«Die Gruppen wollen den allgemeinen Grundsätzen der franziskanischen Spiritualität von Pater Pio folgen:

A) Volle und bedingungslose Annahme der Doktrin der vom Papst und den Bischöfen geleiteten katholischen Kirche.

B) Obedienz gegenüber dem Papst und den Bischöfen, deren Sprecher innerhalb der Gruppe der vom Bischof ernannte Priester und Geistliche Direktor ist.

C) Beten mit der Kirche, für die Kirche und in der Kirche mit der aktiven Teilnahme am liturgischen und sakramentalen Leben, das als Höhepunkt der innigen Vereinigung mit Gott verstanden wird.

D) Erlösung durch die Teilnahme am Leiden Christi, gemäss der Lehre des Hl. Paulus.

E) Tatkräftige und rege Barmherzigkeit zur Linderung der Leidenden und Armen als reale Durchführung der Barmherzigkeit gegenüber Gott.»

Organisation, Finanzen
Die lokale Gebetsgruppe wird von einem spirituellen Führer (Priester) und einem Gruppenführer (Laie) geleitet. Beide werden in Anwesenheit eines Priesters demokratisch gewählt und vom Bischof ernannt. Die Gruppen einer Diözese werden von einem Priester koordiniert. Er untersteht international dem Generaldirektor.

Die lokalen Gruppen können sich autonom organisieren. Als Richtlinie dient «Das neue Statut der Gebetsgruppen von Pater Pio».

Für die Mitglieder der Gebetsgruppe gibt es keine obligatorischen Mitgliederbeiträge. Freiwillige Spenden werden für die Organisationsspesen verwendet, sowie der Stiftung «Haus zur Linderung der Leiden» überwiesen.

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Die monatlichen Gebetsgruppentreffen finden in der Piuskirche (Rümelinbachweg 14, Basel) statt.

Die Gebetsgruppe hält jeden Monat (normalerweise am Donnerstag) in der Piuskirche in Basel eine Zusammenkunft. Ab 18.00 ist Beichtgelegenheit. Um 19.10 wird die Heilige Messe gefeiert. Anschliessend hält der Priester eine Predigt. Gemeinsam wird der Rosenkranz gebetet.

Gemeinsam mit anderen Gebetsgruppen werden Tagungen abgehalten und Wallfahrten organisiert.

Für die Seelsorge ist der Priester als geistlicher Leiter besorgt.

Die Mitglieder und weitere Interessierte werden mit dem Rundbrief eingeladen. Ausserdem werden die monatlichen Gebetstreffen im Pfarrblatt ausgeschrieben.

Literatur, Zeitschrift
Die Gebetsgruppen von Pater Pio. Geschichtliche Anmerkungen. Das neue Statut. Ausgabe des Hauses zur Linderung der Leiden. San Giovanni Rotondo 1986. (62 S., vier Fotos) PB.
* (Die oben angegebene Seitenzahl bezieht sich auf dieses Büchlein!

Derobert: Pater Pio, durchsichtig auf Gott hin. 815 S.

Einladung an die Mitglieder der Gebetsgruppen von Pater Pio. (Rundbrief mit acht Seiten A5; erscheint 1999 im 33. Jahrgang).

[int.Nr.: 1048]