BewegungPlus – Freikirchen mit Charisma
(ehemals Gemeinde für Urchristentum (GfU)

Kontakt
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Geschichte
BewegungPlus Schweiz
1927 verkündigt ein pensionierter deutscher Landeskirchen-Pfarrer die Gute Nachricht von Jesus Christus im Kanton Bern. Es kommt zu geistlichen Aufbrüchen. Daraus entstehen erste Kleingruppen. Sechs Jahre später schliessen sich diese zu einer einheitlichen Bewegung unter dem Namen «Gemeinde für Urchristentum» (GfU) zusammen. 1949 konstituiert sich die GfU rechtlich und erwirbt erste Liegenschaften. 1959 wird in dem ein Jahr zuvor erworbenen Parkhotel Gunten eine Bibelschule eingerichtet. Diese wird als Internationale Bibelschule Gunten-Emmetten von der Gemeinde für Urchristentum und der Schweizerischen Pfingstmission (SPM) bis 1997 paritätisch geführt. Die laufenden gesellschaftlichen Veränderungen erfordern im Bereich Ausbildung ein neues Konzept. Deshalb löst ab 1997 eine 2-jährige berufsbegleitende Leiterschule und ab 1999 die 9-monatige Jüngerschaftsausbildung «FACTory» die frühere Bibelschulausbildung ab. Für die Ausbildung in der Westschweiz existiert seit 1988 in Orvin die Bibelschule IBETO.

1968 erscheint erstmals die ebenfalls gemeinsam mit der SPM herausgegebene pfingstliche Monatszeitschrift «Wort & Geist». Die Zusammenarbeit in diesem Bereich dauert bis Ende 1999. Seither erscheint als offizielles Organ der GfU die 2-monatliche Zeitschrift «ONLINE».

1974 wird zusammen mit der SPM und den freien Christengemeinden der Schweiz der «Bund Pfingstlicher Freikirchen» (BPF) gegründet.

Die erste Missionstätigkeit der GfU nimmt 1960 in Nigeria ihren Anfang. Die Hauptaktivitäten laufen seither in den Ländern Zentralafrikas und Südamerikas. Daneben werden auch Personen und Projekte in Ländern der übrigen Kontinente unterstützt. Die Missionstätigkeit beinhaltet vor allem in den Hauptgebieten auch eine soziale Unterstützung (Spitäler, Ernährungsprogramme, Brunnenbau).
In der deutschen und welschen Schweiz entstehen bis 1999 45 Gemeinden, die von rund 45 vollzeitlichen Pastoren geführt werden. Mehreren Gemeinden sind Hilfs- oder Sozialwerke angegliedert, welche auch der sozialen Komponente des Evangeliums Rechnung tragen. Die nationale Gesamtleitung der GfU liegt in den Händen eines kleinen Vorstandsgremiums.

Der Bewegungsname "Gemeinde für Urchristentum" wurde im Jahr 2001 durch einen neuen, zeitgemässeren Namen ersetzt: «BewegungPlus – Freikirchen mit Charisma»

Gemeinde Basel
Nach Evangelisationskampagnen entsteht im Jahr 1953 die Gemeinde Basel mit regelmässigen Gottesdiensten an verschiedenen Orten. 1985 stellt die Evangelisch-Reformierte Kirche Basel-Stadt der GfU die Martinskirche für die Sonntagsgottesdienste zur Verfügung. Im Dezember 1988 kann zudem ebenfalls von der Evangelisch-Reformierte Kirche das Leonhard Ragaz-Haus am Voltaplatz erworben werden. Aktuell gehören zur Gemeinde ca. 180 Erwachsene und 50 Kinder.

Als sozial-diakonischer Zweig wird 1981 der Verein «Zem Wäg» gegründet. Dieser betreibt therapeutische Wohngemeinschaften auf christlicher Basis und bietet in seinem Brockenhauszweig geschützte Arbeitsplätze. Der Verein hat sich über die Jahre zunehmend verselbständigt und gilt heute nicht mehr als Zweig der Gemeindearbeit.

Gemeinde Liestal
Durch missionarische Aktivitäten mehrerer in Basel domizilierter Gemeindeverbände entstand in Liestal eine Gruppe, die sich 1966 der GfU anschloss. Bis 1995 war das Einzugsgebiet der Gemeinde das ganze Baselbiet, oberhalb Pratteln und das angrenzende Solothurner «Schwarzbuebeland». Seit 1983 besitzt die Gemeinde eigene Räumlichkeiten an der Sigmundstrasse 1. Ab 1993 entwickelte sie sich zu einer «Zellgruppengemeinde», das heisst, die Mitglieder treffen sich während der Woche auch privat in Kleingruppen mit klarer, motivierender Ausrichtung. Zur Zeit besteht die Gemeinde aus ca. 70 erwachsenen Mitgliedern und 40 Kindern. Ein starkes Schwergewicht wird, zusammen mit der Gemeinde Sissach, auf die Kinder- und Jugendarbeit gelegt.

Gemeinde Reinach
In Reinach schliessen sich in den 90er-Jahren mehrere Hauszellen, die der Gemeinde Basel angehören, zu einem "grossen Hauskreis" zusammen, der sich ab 1994 zuerst monatlich, später intensiver zu Gottesdiensten trifft. Ab 1996 hält die so entstandene Gemeinde offiziell ihre Sonntagsgottesdienste in eigenen, gemieteten Lokalitäten ab. Sie besteht heute aus ca. 35 Erwachsenen und 35 Kindern.

Gemeinde Sissach
Die Gemeinde in Sissach wurde im Jahr 1995 von Liestal aus gegründet. Seither treffen sich die Kleingruppen (6-12 Personen) des oberen Baselbiets unter der Woche in Privathäusern und zum Sonntagsgottesdienst in den angemieteten Räumen an der Bahnhofstrasse 19. Parallel zum Gottesdienst und den Kleingruppen finden Veranstaltungen und Anlässe für Kinder und Jugendliche statt. Entsprechend der Art, wie die Gemeinde gegründet wurde (junges Pionierteam), setzt sie sich heute vor allem aus Personen mittleren und jüngeren Alters zusammen. Zahlenmässig besteht die Gemeinde aktuell aus knapp 30 erwachsenen Mitgliedern und 25 Kindern.

Lehre
Selbstdarstellung:
Glaubensbekenntnis der BewegungPlus

Wir vertrauen der Bibel als Wort Gottes: Sie ist massgebend für unser Leben. Wir glauben:

1. Gott ist der Schöpfer, Erhalter und Vollender allen Lebens. Gott begegnet dem Menschen als Vater, in Jesus Christus als Sohn und als Heiliger Geist.

2. Der Mensch unterscheidet sich von allen anderen Geschöpfen durch seine Bestimmung zu einer liebevollen Gemeinschaft mit Gott. Diese Beziehung ist aber durch menschliche Schuld und Gottlosigkeit zerbrochen.

3. Jesus Christus hat mit seinem Leben, seinem stellvertretenden Sterben am Kreuz und mit seiner Auferstehung die Erlösung für alle Menschen geschaffen. Alle, die an Jesus Christus glauben, brauchen Tod und Gericht nicht mehr zu fürchten, sondern werden ewig mit Gott leben und schon jetzt die verändernde Kraft Gottes erfahren.

4. An Pfingsten wurde durch den Heiligen Geist die christliche Gemeinde ins Leben gerufen. Ihr Auftrag ist es seither, in seiner Kraft aller Welt durch Wort und Tat die Gute Nachricht von Jesus Christus weiterzugeben.

5. Christen leben in der Hoffnung auf den wiederkommenden Herrn, auf eine neue Schöpfung und ein ewiges Leben mit Gott.

Die BewegungPlus arbeitet in der Evangelischen Allianz mit und ist auch Mitglied im Verband Evangelischer Freikirchen und Gemeinschaften in der Schweiz (VFG).

Organisationen, Finanzen
Die BewegungPlus ist ein Gemeindeverband mit selbständigen Ortsgemeinden, die mehrheitlich als Vereine organisiert sind. Der Grossteil der Ortsgemeinden wird von ordinierten Pastoren geleitet, die übrigen durch Laien. In allen Verantwortungsbereichen werden zunehmend auch Frauen eingesetzt. Die lokalen Leiter und Leiterinnen werden von Gebietsleitern betreut. Dem nationalen Verein steht ein Leitungsgremium vor, das vor allem visionäre Aufgaben wahrnimmt und die verschiedenen Gebiete vertritt.

Als staatsunabhängige Kirche werden die finanziellen Aufwendungen ausschliesslich durch freiwillige Spenden gedeckt. (Es wird der biblische Zehnte gelehrt). Die Gemeinden sind finanziell autonom. Anstellungen und Löhne der vollzeitlichen Mitarbeiter werden jedoch national abgewickelt und den Gemeinden in Rechnung gestellt. Durch die Lokalgemeinden wird auch die Mission der BewegungPlus, MissionPlus, unterstützt.

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Die Gemeinden bieten folgende Angebote:

Jeden Sonntag-Morgen: Gottesdienst. Sonntagsschule. Kinderhüeti.

Seniorentreffen, Jugendgruppe, «Hauszelle» (wöchentliche Hauskreise), Schulungstreffen nach Bedarf;

Freizeitlager für Kinder, übergemeindliche Jugendarbeit, Jüngerschafts- und Mitarbeitertraining «Arche» in Winterthur; Bibelschule in Orvin. «Factory»: 10-monatige Lebensschule für junge Erwachsene. «InstitutPlus»: berufsbegleitende Mitarbeiterausbildung.

Diakonische Tätigkeiten: Besuchsdienst durch Freiwillige und Pastoren, Hilfe nach Bedarf, ein Sozialfonds steht für Härtefälle zur Verfügung.

Für die Seelsorge sind voll- und teilzeitliche Pastoren, unterstützt durch ein Seelsorgeteam, verantwortlich.

Büchertisch bei Gottesdiensten

Kirchenzettel. Persönliche Einladung. Punktuelle Aktionen. MissionPlus

Literatur, Zeitschrift
Meinrad Schicker/Toni Nyffenegger/Walter Eggenberg (Hrsg): Begeistert von Gott! Jubiläumsschrift der Gemeinde für Urchristentum - Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Gemeinde für Urchristentum. Thun 1997. (144 S., SW-Fotos) PB

«ONLINE», 2-monatliche Zeitschrift der BewegungPlus Schweiz. Bezug über Lokalgemeinden.

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