VBG, Vereinigte Bibelgruppen in Schule, Universität, Beruf. BGS, Bibelgruppe für Studierende, Verein der Uni Basel

Kontakt
Leiter: Martin Forster, Nonnenweg 29, 4055 Basel.
Telefon 061 261 08 04. E-Mail: mamforster@datacomm.ch

VBG-Büro, Vogelsangstrasse 18, Postfach 2169, 8033 Zürich.
Telefon 01 362 08 55.

Geschichte
Gebetszusammenkünfte an Universitäten gab es im angelsächsischen Raum schon im 19. Jahrhundert. Gegen Ende des Jahrhunderts entstanden in der Schweiz christliche Studentenverbindungen. 1932 in Lausanne und 1935 in Genf wurden Studentenbibelgruppen gegründet, aus denen die Groupes Bibliques Universitaires (GBU) entstanden. Es gab auch Kontakte zur IVF (Inter-Varsity Fellowship of Evangelical Unions) in England. In der Deutschschweiz entstanden Studentenbibelgruppen 1942 in Zürich, 1948 in Basel, 1950 in Bern. 1944 gründete der Seminarist Hans Bürki in Küsnacht ZH eine Schülerbibelgruppe. 1947 entstand in den USA die «International Fellowship of Evangelical Students» (IFES), die 1949 Bürki als ersten Vollzeitmitarbeiter anstellte. 1950 entstanden die Schweizer Akademiker- und Lehrerbibelgruppen. 1951 schlossen sich die drei Richtungen zu den Vereinigten Bibelgruppen (VBG) zusammen, Hans Bürki wurde der erste Generalsekretär. Mit der Zeit wurde der VBG grösser und es gab mehrere Angestellte. Zeitweise war die Beziehung zwischen VBG und GBU eher locker, erst seit kürzerem arbeiten die beiden wieder mehr zusammen. Seit 1957 erwarben die VBG mehrere Häuser für Ferienlager, in denen Kurse, Seminare etc. stattfinden. Seit den siebziger Jahren wird die charismatische Bewegung im VBG spürbar, ab 1979 entstanden auch Kontakte zu katholischen Christen.

Die Angebote richten sich an Studenten der Uni Basel, daneben kommen auch Krankenschwestern, Physiotherapeuten etc. (in Ausbildung). Entsprechend stark ist der Wechsel unter den Teilnehmern. Es nehmen etwa gleich viele Frauen wie Männer teil.

Lehre
Die VBG sind eine interkonfessionelle Bewegung mit dem Ziel, das Evangelium in die Welt der Bildung hineinzutragen und die Integration des christlichen Glaubens in den Bereichen Schule, Universität und Beruf zu fördern.

Zentral ist der Glaube an den dreieinigen Gott und die Erlösung durch Jesus Christus. Ein ganzheitliches Christentum ist wichtig. Die Bibel gilt als von Gott eingegeben und ist die Grundlage des Glaubens und der Lebensführung.

Glaubensbasis der VBG (erweiterte Fassung von 1985):
1. Der dreieinige Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist, ist Alleinherrscher in Schöpfung, Offenbarung, Erlösung und Endgericht.

2. Alle Menschen sind seit dem Sündenfall vor Gott sündig und schuldig geworden und darum Gottes Zorn und Verurteilung unterworfen. Der Mensch bleibt dennoch berufen zum Ebenbild Gottes, geliebt von seinem Schöpfer. Die eigentliche Sünde ist das Misstrauen, die Absicherung Gott gegenüber. Sünde ist Verhängnis («Schicksal») und persönlich zu verantwortende Gesinnung und Tat.

3. Wir haben im AT und NT die umfassende Fülle an Offenbarung über Gottes Wesen und sein Handeln zum Heil der Menschheit. Gott war schöpferisch tätig bei der Entstehung der biblischen Schriften. Er hat den geschichtlichen Prozess ihrer Auswahl (Kanon) gesteuert. Sie sind das bevorzugte Mittel, durch das Gott heute noch Menschen verbindlich anspricht. Deshalb sind sie uneingeschränkt vertrauenswürdig und einzig massgebliche Autorität in allen Belangen des Glaubens und der Lebensführung. Dabei sind wir auf die Hilfe des Heiligen Geistes angewiesen, vor allem auch im brüderlich-schwesterlichen Hören auf einander, damit das in bestimmte geschichtliche Situationen gesprochene Wort der Bibel uns heute wieder trifft als verbindliches Wort Gottes.

4. Jesus Christus ist der Herr, ihm ist Macht und Herrlichkeit verliehen wie Gott. Und zugleich ist er der Mensch gewordene Sohn Gottes, der allein durch seinen stellvertretenden Opfertod die Erlösung von der Schuld, Strafe, Herrschaft und den Verletzungen der Sünde vollbracht hat. Er ist leiblich von den Toten auferstanden. Seine Auferstehung ist der Anfang der Neuschöpfung des Einzelnen und der Welt. Er ist zur Rechten Gottes erhöht, vor ihm muss sich jeder Mensch verantworten.

5. Der Heilige Geist allein schafft durch seine Gegenwart neues Leben im Menschen, indem er Umkehr zu Gott dem Vater, Vertrauen in Jesus Christus und so eine Lebensübergabe an den dreieinigen Gott gewährt. Allein durch die Gnade Gottes wird der sündige Mensch gerechtfertigt, indem er im Glauben das Heil ergreift.

Der Heilige Geist wohnt im Glaubenden und wirkt Gehorsam und Liebe, er entfaltet im Menschen originale Begabungen, Gott zu begegnen und zum Dienst in Gemeinde und Welt.

6. So wie die Erneuerung des Einzelnen, so ist die erneuerte Gemeinschaft, die christliche Gemeinde, ein Wunder der Neuschöpfung Gottes. Durch die Wiedergeburt kommen Menschen in eine lebendige Beziehung zu Jesus dem Christus und werden dadurch Glieder seines Leibes; sie bilden örtlich und weltweit die Kirche. Die christliche Gemeinde ist berufen zu einer Ergänzungsgemeinschaft, in der jeder seine Begabungen zum Bau des Ganzen und kräftigen Zeugnis in der Welt einbringt.

7. Die Auferstehung Jesu Christi gibt uns berechtigte Hoffnung: Wir warten auf die Erlösung, Neuschöpfung unseres Leibes, der Erde und des Kosmos. Wir warten auf das Kommen des Reiches Gottes in Gerechtigkeit und Frieden. Wir erwarten Jesus Christus, der als Herrscher persönlich wiederkommen und die endgültige Herrschaft Gottes bringen wird.

Die VBG umfasst reformierte, katholische und freikirchliche Christen. Da die Leute des VBG auch sonst engagiert sind, gibt es personelle Verbindungen zu anderen Organisationen.

Organisation, Finanzen
Die BGS ist ein Verein an der Universität Basel und der VBG angeschlossen.

Ein Team von vier bis fünf Leuten ist verantwortlich für die Leitung.

Von Mitarbeitern der VBG wird erwartet, dass sie Jesus Christus als Erlöser angenommen und den Heiligen Geist im Glauben empfangen haben, dass sie Jesus Christus als Herrn bekennen und die Bibel als Autorität für ihr Leben anerkennen etc.

Die VBG ist der Dachverein, die verschiedenen Arbeitszweige (Studenten-, Schüler-, etc. -Bibelgruppen) sind jeweils als Vereine organisiert. Heute gehören zu den VBG in der ganzen Schweiz über 140 Schülerbibelgruppen, Vier Bibelgruppen für Studierende, dazu kommen Gebetsgruppen für Berufstätige, Tagungen und Ferienkurse.

Festangestellte Mitarbeiter werden von der VBG Schweiz bezahlt, die jeweils eine Jahresabrechnung in der Zeitschrift «Bausteine» publiziert. Die VBG wird durch Spenden (Freundeskreis und einige Kirchgemeinden) finanziert, der Uni-Verein BGS hat sehr niedrige pro-forma-Mitgliederbeiträge.

Die Mitarbeiter erhalten einen Bedürfnislohn.

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Die Treffen finden im Gemeindezentrum der Quartiergemeinde Paulus der evangelisch-reformierten Kirche an der Schweizergasse 23 statt.

Treffen gibt es jeden Donnerstag Abend im Gemeindezentrum sowie Freitag Mittag in der Peterskirche. Die Teilnehmer singen gemeinsam, beten, lesen Bibeltexte und hören Referate (auch von externen Referenten). Es gibt auch Treffen nach Fakultäten.

Grössere Unternehmungen (Ferienlager und -kurse zu christlichen Themen) werden gemeinsam mit anderen Gruppen der VBG in der Schweiz organisiert.

Je nach Bedürfnis können sich Studenten für Gespräche an Martin Forster wenden. Man versucht einander mit gemeinsamen Gesprächen zu helfen.

Vorträge an der Universität. Publikationen der VBG.

Durch Aushänge, Prospekte etc. in der Uni und der Kirche machen VBG bzw. BGS auf sich aufmerksam.

Zeitschrift
Zeitschrift der VBG: «Bausteine», für integriertes Christsein in Schule, Universität und Beruf.
Interne Zeitschrift: «Unterwegs».
In jährlichen Aktionen wird die Zeitschrift «Alcatraz» an der Uni verteilt.

[int.Nr.: 1038]