Freie Evangelische Gemeinden FEG

Kontakt
Freie Evangelische Gemeinde, Pastor D. Leuvenink,
Margarethenstrasse 103, 4053 Basel. Telefon 061 271 30 88.
Telefonkurzpredigt 061 274 00 70.

Geschichte
Die Freie Evangelische Gemeinde ist eine der ältesten evangelischen Gemeinden in Basel, sie wurde vermutlich 1824 durch einen Erweckungsprediger aus Genf gegründet. Ihre Anhänger wollten sich vermehrt mit der Bibel und dem Glauben auseinandersetzen, und dazu trafen sie sich (illegal) ausserhalb der Staatskirche. 1834 schloss sich die Gemeinde zusammen mit der Dissidentengemeinde in Bern den sog. «verbundenen Gemeinen» (Dissidentengemeinden aus der Romandie und Frankreich) an. 1844 wurde Niklaus Bernoulli Vorsteher der Gemeinde, 1876 sein Schwiegersohn Pfarrer Wilhelm Iselin-Bernoulli. Nach seinem Tod 1882 verweiste die Gemeinde und verschwand einige Jahre später. 1904 kam es zu einem Neuanfang der Gemeinde durch den Prediger J.H. Kunz. 1922 wurde Ernst Gilgen Prediger der FEG, er gründete das Adullam, wo sich auch die Kapelle der FEG befand. Doch da die Arbeit im Adullam die Gemeindearbeit zu erdrücken drohte, kam es 1971 zu einer Abspaltung eines Teils der Gemeinde. Seit 1994 sind sie wieder vereint.

Die Freie Evangelische Gemeinde Leimental in Therwil wurde im Februar 1992 mit 22 Gründungsmitgliedern gegründet. Anfänglich versammelte sie sich in einem einfachen Schulpavillon in Therwil. Wegen des stetigen Wachstums an Mitgliedern und Gottesdienstbesuchern wurde ein Umzug unumgänglich. Im April 1997 konnten dann die neuen grosszügigen Räumlichkeiten in einer gut ausgebauten Gewerbehalle an der Erlenstrasse 35 in Therwil gemietet werden.

Die Freie Evangelische Gemeinde Birsfelden wurde 1977 gegründet. Sie ist aus einer Kinder- und Jugendarbeit heraus entstanden. Die Gemeinde benützte für ihre Zusammenkünfte in den ersten Jahren einen ehemaligen Kindergarten. 1990 konnte ein nicht mehr benötigtes Postgebäude gemietet und zu einem Gemeindelokal aus- und umgebaut werden.

Weiteres siehe bei den Gemeinden!

Lehre
«Glaubensgrundlage ist Gottes Wort, die Bibel. In Gottes Auftrag und unter Leitung des Heiligen Geistes ist sie von Menschen verfasst und zuverlässig überliefert worden. Die Bibel ist zuverlässig, kraftvoll, informativ und Gottes Reden zu uns. Deshalb respektieren und schätzen wir sie als alleinigen Massstab für Glauben und Lehre, Gemeindeaufbau und persönliche Lebenspraxis.
Gott liebt uns. Er möchte nicht, dass wir am Leben vorbeigehen. Deshalb ist Jesus Christus in unsere Welt gekommen, hat für uns gelebt, ist für uns gestorben und von den Toten auferstanden. Jesus ist Gottes letzte verbindliche Liebeserklärung an uns Menschen. Damit hat Gott alles für uns getan. – Jetzt sind wir dran! Wir können uns Vergebung und ein neues Leben schenken lassen, indem wir auf Gottes Tat antworten, umkehren und Jesus Christus in unser Leben einladen. Wer ihn auf diese Weise in seinem Leben konkurrenzlos wichtig werden lässt, der ist Christ. Als Christen leben wir in Verbindung mit anderen Menschen, die ebenfalls an Jesus glauben. Mit ihnen feiern wir gemeinsam Gottesdienst, hören auf Gottes Wort, beten und arbeiten in der Gemeinde. Jeder setzt sich freiwillig und aus Überzeugung in der Gemeinde ein – mit Zeit, Begabungen, Mitarbeit und Finanzen. Durch Wort und Tat weisen Christen auf die lebendige Realität von Jesus Christus hin.

Mitglied einer Gemeinde wird man nicht aufgrund von Taufe oder Tradition, sondern durch den freiwilligen Entschluss eines Menschen, der mit Jesus Christus lebt. Grundsätzlich verzichten wir darauf, von den Gemeindemitgliedern Pflichtbeiträge zu erheben.

Der Bund Freier Evangelischer Gemeinden besteht aus selbständigen Einzelgemeinden mit jeweils eigener Leitung. Jede Gemeinde regelt ihre Belange in eigener Verantwortung; dazu gehören die Berufung eines Predigers, Finanzen, Strukturen, der Bau von Gemeinderäumlichkeiten, die Zusammenarbeit mit anderen evangelischen Freikirchen und Kirchen usw.»

Die Gemeinden arbeiten in der evangelischen Allianz, in der Arbeitsgemeinschaft für Evangelisation und Gemeindebau AEG und im Vitabâle (evangelische Arbeitsgemeinschaft, ehemals Missionarischer Arbeitskreis) mit. Es bestehen gute Kontakte mit der schweizerischen Allianzmission und anderen Missionswerken, bei denen zur Zeit ebenfalls acht Missionare mitarbeiten.

Die FEG Basel beteiligt sich an gemeinsamen Unternehmungen mit der Action biblique, der evangelischen freikirchlichen Gemeinde, der Gemeinde evangelischer Christen und der freien Missionsgemeinde. So machen sie gelegentlich gemeinsame Standaktionen.

Die Freien Evangelischen Gemeinden in der Region arbeiten nicht nur untereinander eng zusammen, sondern pflegen auch die Kontakte zu Chrischona Gemeinden und der freien Missionsgemeinde. Möglich sind auch temporäre Zusammenarbeiten bei Grossveranstaltungen, Grossevangelisationen und mit der evangelischen Allianz. Eine Zusammenarbeit ist grundsätzlich möglich mit Kirchen und Gemeinden, bei welcher das Fundament der Lehre die Person von Jesus Christus und das Wort Gottes, die Bibel ist. Traditionen sind bei uns zweitrangig.

Organisation, Finanzen
Die Freien Evangelischen Gemeinden sind als autonome Vereine organisiert. Die Mitgliederversammlung als höchstes Organ wählt die Gemeindeleitung und den Prediger (Prediger in freien evangelischen Gemeinden stammen häufig von der Staatsunabhängigen Theologischen Hochschule oder dem Theologischen Seminar der Pilgermission St. Chrischona). Es gibt keine Trennung zwischen Priestern und Laien. In der Gesamtleitung sind Männer und Frauen tätig, zudem werden manche Bereiche von Frauen geleitet. Zur Zeit geschieht die geistliche Leitung durch Männer, eine durch Frauen müsste diskutiert werden, wird jedoch nicht von vorherein abgelehnt. Mitglied kann jeder werden, der an Jesus Christus glaubt.

Es gibt keine festen Mitgliederbeiträge. Die erforderlichen Einnahmen für Prediger und Miete werden durch freiwillige Spenden und Sonntagskollekten abgedeckt. Pro Mitglied werden 85 Franken an den Gemeindebund FEG (der insgesamt ca. 6 000 Mitglieder hat) weitergegeben. Entlöhnt wird nur der Prediger. Die restliche Arbeit geschieht ehrenamtlich. Es gibt eine Jahresrechnung.

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Näheres siehe bei den Gemeinden!
Die Mission ist noch wenig entwickelt, es wird versucht, Kontakte nach aussen zu finden und die Gute Botschaft weiterzugeben, ohne aufdringlich zu werden. Mittel dafür sind: die Telefonpredigt
(061 274 00 70), Suppentage, Vorträge (Einladung durch Inserate).

Die Gemeinden arbeiten in der evangelischen Allianz, in der Arbeitsgemeinschaft für Evangelisation und Gemeindebau AEG und im Vitabâle (evangelische Arbeitsgemeinschaft) mit. Wichtig sind die Mund-zu-Mund-Propaganda und die Jugendarbeit.

Vom Gemeindebund aus gibt es eine Inlandmission mit zur Zeit acht Missionaren, die dort Gemeinden gründen, wo es noch keine gibt, dazu auch eine Europamission besonders in katholischen Ländern. Es bestehen Kontakte zur schweizerischen Allianzmission und anderen Missionswerken, bei denen zur Zeit ebenfalls acht Missionare mitarbeiten.

Literatur, Zeitschrift
Gemeindebrief; Blatt des Gemeindebundes «Impuls», Monatliches Gemeindeblatt (TiP; FEG Leimental).

[int.Nr.: 1031]