Elim, diakonische Stadtarbeit

Kontakt
Diakonische Stadtarbeit Elim, Claragraben 141/143, 4057 Basel.
Telefon 061 681 14 24.

Geschichte
Das Ehepaar Ruth und Peter Schild war 14 Jahre in zwei therapeu-tischen Wohngemeinschaften des Vereins «zem Wäg» tätig.
Im Juni 1996 suchte der Diakonieverband Ländli einen neuen Verwendungszweck für seine Liegenschaft am Claragraben 141/143, und fragte dafür auch bei Michel Pickmann an. Nachdem das Ehepaar Schild sich ab August 1996 in der Gassenarbeit engagierte, wurde die Liegenschaft für dieses Werk zur Miete gegeben. Im Parterre entstand ein Café, im Haus wohnen Menschen aus Randgruppen.

Um die verschiedenen Arbeiten aufzuteilen wurde im Januar 1997, nach konkreten Planungen seit Herbst 1996, der Verein Elim gegründet.

Heute hat Elim engere Kontakte mit 50 bis 100 Leuten «auf der Gasse». Der Verein umfasst Vorstandsmitglieder sowie die angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie vom Café Elim die ehrenamtlichen Leiterinnen und Leiter sowie deren Stellvertreterinnen und Stellvertreter.

Lehre
«Evangelisation und Diakonie sollen Hand in Hand gehen im Rahmen verbindlicher Gemeinschaft, damit Menschen zu Jüngern gemacht werden, was einen Erweckungsprozess in Gang setzen kann in Zusammenarbeit mit lokalen Kirchen.»

Elim ist nicht einfach ein Sozial-, sondern ein diakonisches Werk, das heisst man will auf der Grundlage der Bibel im Sinne der Landes- und Freikirchen den Menschen begegnen. Man will aber diese Menschen nicht unbedingt bekehren, sondern ihnen zeigen, dass Jesus sie befreit hat. Es wird Wert gelegt auf eine freie Entscheidung ohne Gruppendruck. Elim versteht sich auch als Katalysator, um Impulse zu geben für etwas Neues, ähnlich wie zum Beispiel die Christusträger in den siebziger- und die Alban-Arbeit in den achtziger Jahren.

Von den Teammitarbeitern wird erwartet, dass sie eine Beziehung zu Jesus haben, doch die Details sind zweitrangig. Es gilt eine Art geistlicher Knigge, das heisst man beschränkt sich auf die heilsnotwendigen Themen Jesus, Wiedergeburt, Taufe. Abgelehnt werden Versuche, sich gegenseitig von gruppenspezifischen Dogmen zu überzeugen. Auf Wunsch wird gemeinsam gebetet, aber Exorzismen und ähnliche Rituale werden abgelehnt.

Die diakonische Stadtarbeit Elim ist ein übergemeindliches Werk, das auch mit bestehenden Werken zusammenarbeitet. Mitarbeiter und Mitglieder im Verein stammen zum Beispiel aus den folgenden Gemeinden und Institutionen: Alban-Arbeit, Schwesternkommunität El Roi, Diakonieverband Ländli, Diakonissenhaus in Riehen, Heilsarmee, Stadtmission, therapeutische Gemeinschaft «Zem Wäg», Weizenkorn und diverse Kirchgemeinden.

Organisation, Finanzen
Der Verein besteht aus oben erwähnten Personen. Es arbeiten derzeit zwei Frauen zu momentan je 80% mit, und zwar im Haus Elim wie auch auf der Gasse. Für die «Mitgliedschaft» ist nicht nur die Beziehung zu Jesus wichtig, sondern auch entsprechende Fachkompetenz. Wobei wir nicht von Mitgliedschaft, sondern von einem Anstellungsverhältnis ausgehen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden sich extern weiter. Die Finanzierung geschieht momentan durch Spenden von Privatpersonen, einzelnen Kirchgemeinden sowie diverse bekannte Stiftungen, die einen einmaligen Beitrag geleistet haben. Daneben haben wir die Bewilligung, für das Begleitete Wohnen im Haus Elim beim Fürsorgeamt zusätzlich 250 Franken in Rechnung stellen zu können.

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Das Wohnheim und das Café sind im Haus am Claragraben 141/143.
Heute besteht ein eingespieltes Team im Haus Elim, das aus folgenden Personen besteht: Hausleiter, zwei Mitarbeiterinnen, zwei Nachtwächter, ein Arzt. Wir bieten heute Zimmer an im Rahmen eines niederschwelligen begleiteten Wohnens und arbeiten mit den entsprechenden Institutionen zusammen wie Fürsorgeamt, Badal usw. In der Zwischenzeit gibt es einen niederschwelligen Offenen Abend («Treffpunkt») am Mittwochabend im Wintergarten, der in der Regel von ca. 40 Personen besucht wird, wobei zuerst ein gemeinsames Nachtessen veranstaltet wird. Elim ist in der Zwischenzeit durch persönliche Beziehungen in vielen Kirchgemeinden und diakonischen Werken bekannt wie auch in einschlägigen Institutionen, die als Zielgruppe Drogensüchtige kennen.

Zeitschrift
Rundbrief: viermal jährlich erscheinende Zeitschrift von 15 Seiten.

[int.Nr.: 1025]