Christliche Gemeinschaft Region Basel

Kontakt
David Beljean, Alemannenstrasse18, 4106 Therwil. Telefon 061 721 99 42.

Geschichte
Die christliche Gemeinschaft Basel ist aus einer Versammlung (Hauskreisgemeinde) von Fritz Schneider (D-Schiltach) entstanden. Die Hauskreisversammlungen begannen um 1960.

Fritz Schneider starb 1982. Ab 1984 begannen sich einzelne der «Versammlungen» aus organisatorischen, versicherungs- und finanztechnischen Gründen als Vereine zu konstituieren. Die Versammlung von Basel gründete zusammen mit den Versamm-lungen im Aargau 1995 den Verein Christliche Gemeinschaft Aargau/ Basel mit Sitz in Safenwil. Weitere Vereine aus «Versammlungen von Fritz Schneider» gibt es im Kanton Bern und in Deutschland (Schiltach und Zaisenhausen bei Karlsruhe).

Die Christliche Gemeinschaft Basel ist also eine Untergruppe der Christlichen Gemeinschaft Aargau/Basel.

Die Gemeinde benützte einige Jahre Räume im Spittler-Haus in Basel. Weil die Gemeinde sich vergrösserte, musste sie andere Räume suchen. Seit dem 1.8.2004 hat die Gemeinde die jetzigen Räumlichkeiten an der Mühlemattstrasse 18 in Oberwil.
Bis 2003 trug die Gemeinde den Namen «Christliche Gemeinschaft Basel», seither «Christliche Gemeinschaft Region Basel».

In den letzten 15 Jahren nahm die Zahl der Mitglieder von ca. 20 auf ca. 50 zu. Es sind alle Altersklassen vertreten. Die Fluktation beträgt ca. 5 Prozent im Jahr. Die meisten Neumitglieder kommen von anderen Freikirchen und Gemeinschaften.

Lehre
Wichtige Glaubensgrundlagen:
– Der schuldlose Sohn Gottes, Jesus Christus, hat unsere persönliche Schuld, unser Versagen, alle Sünden mit allen ihren zerstörenden Auswirkungen wie Krankheit und Tod auf sich genommen. Er hat die Todesstrafe für uns erlitten am Kreuz von Golgatha. Er hat den Zorn Gottes über die Sünder erduldet. In der Übergabe des alten Lebens mit seiner Vergangenheit an Jesus Christus – den Gott von den Toten auferstehen liess – und in der Bitte um ein neues Leben bekomme ich Gewissheit, dass ich nicht mehr verloren bin.

– Glaube an Gott den Schöpfer: Der Glaube an die Existenz Gottes wird geweckt durch das Wahrnehmen seiner Werke.

– Glaube an Gott den Retter: Der Glaube an Gott und Vater unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus, der ihn von den Toten auferweckte zu unserer Rechtfertigung. Durch den Glauben an diese unsagbare Gnade sind wir gerettet.

– Glaube an Gott den Vater: In diesem Glauben beginnt das Vater-Kind-Verhältnis und vermittelt uns eine Geborgenheit, die wir auf dieser Welt vergeblich suchen.

– Die Taufe: Es gibt verschiedene Taufen: Waschungen der Priester im AT – Taufe auf Mose in der Wolke und im Meer – Wassertaufe des Johannes – Leidenstaufe Jesu am Kreuz – Taufe auf den Namen Jesus – Taufe auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes – Taufe im Heiligen Geist.

– Glaube an die Auferstehung zum ewigen Leben und an das ewige Gericht. Das Gericht wurde stellvertretend am Sohn Gottes vollstreckt, eine unbeschreibliche Gnade für den Menschen. Ist es daher verwunderlich, dass Gottes Zorn auf dem bleibt, der nicht glaubt und Jesus ablehnt?»

Die christliche Gemeinschaft lässt sich am zutreffendsten als «pfingstlerisch» kategorisieren, obwohl keine Verbindung zum Bund der schweizerischen Pfingstgemeinden besteht. Sie hat auch nichts mit dem «Toronto-Segen» zu tun.

Die Ältesten nehmen regelmässig an den durch die Neutestament-liche Gemeinde Bern organisierten gesamtschweizerischen Brüdertreffen von unabhängigen Gemeinden teil.

Die Gemeinschaft freut sich über jeden Kontakt mit Menschen, die Jesus Christus als ihren Herrn sehen. Eine Zusammenarbeit in einem ökumenischen Gremium ist aber nicht möglich, da zuviele Kompromisse insbesondere in der Lehre gemacht werden müssten.

Organisation, Finanzen
Seit 1995 ist die Gemeinschaft als Verein organisiert. Geleitet wird die Gemeinschaft durch einen «Ältesten»-Rat, der hauptsächlich aus den Vorstehern der Hauskreise besteht. Alle sind «Laien». Mitglied ist, wer regelmässig die Versammlungen besucht. Eine Mitgliederliste besteht nicht. Zur Stellung der Frauen: Nach Galater 3,28 gibt es in Christus weder Mann noch Frau. In der Familie ist der Mann das Oberhaupt nach Epheser 5,23. Nach 1. Timotheus 2,12 ist es der Frau nicht gestattet, in der Gemeinde zu lehren.

Die Gabe des Zehnten ist schriftgemäss. Die Gabe ist jedoch freiwillig und der Eingang wird nicht kontrolliert. Es gibt keine Mitglieder-beiträge. Das Geld stammt aus freiwilligen, vorwiegend anonymen Zuwendungen der Gemeindeglieder. Der Verein hat einen Kassier. Über die Verwendung der Finanzen entscheidet der Ältestenrat. Es gibt eine geprüfte Jahresrechnung, die auf Wunsch eingesehen werden kann. Nach den Statuten Art. 2 heisst es unter anderem: Es werden Notleidende sowie Missions- und Hilfswerke unterstützt, soweit es in den Möglichkeiten der Gemeinschaft liegt.

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Die Gemeinschaft besitzt kein eigenes Lokal in Basel. Untermiete an der Mühlemattstrasse 18 in Oberwil, daneben gibt es regelmässige Treffen in Privathäusern in der Region Basel.

Ausser den Gottesdiensten (während der Gottesdienste Kinderbetreuung) gibt es Bibelabende, Jugendgruppen und Jugendunterwei-sungskurse, Kinder-, Teenager- und Wanderlagerwochen und eine Bibelwoche, die jeweils in den Sommerferien in Oberhofen am Thunersee durchgeführt wird. Alle Lager finden in Zusammenarbeit mit den anderen Vereinen (Bern, Deutschland) statt.

Die Glieder dienen und helfen sich gegenseitig, zum Beispiel mit Besuchsdiensten bei Alten und Kranken der Gemeinde oder Fahrdiensten für Gottesdienstbesuche.

In erster Linie geschieht Seelsorge durch praktizierte Geistesgaben im Gottesdienst. Ferner, wenn noch nötig, können reife Geschwister im kleinen Rahmen seelsorgerlich dienen. Die Seelsorge ist nicht orts- und zeitgebunden, sie geschieht nach Bedarf.

Die christliche Gemeinschaft war bis jetzt in der Öffentlichkeitsarbeit ziemlich zurückhaltend. 1997 gab es das erste Mal einen Strasseneinsatz in Basels Fussgängerzone.

Eingeladen wird vor allem durch Mund-zu-Mund-Propaganda. 1995 unterstützte die christliche Gemeinschaft die Aktion «Vom Minus zum Plus» von Pastor Reinhard Bonnke.

Missionen gibt es in 15 Ländern, darunter auf den Philippinen, in Lateinamerika, Tanzania, Indien, Russland, Rumänien. Neben den eigenen Missionaren wird vor allem das AVC (Aktion verfolgte Christen) mit Sitz in Safern bei Biel unterstützt.

Literatur, Zeitschrift
Rev. Elberfelder-Übersetzung der Bibel.

Waldemar Sardaczuk: Christ sein, Ja bitte – aber biblisch. Leuchter-Verlag.

Fritz Binde: Die Vollendung des Leibes Christi. Basel: Verlag Steh auf, 1993

Zeitschrift «Wandel im Licht».

[int.Nr.: 1021]

Aktualisiert: 19.10.2004