Adventisten / Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (STA)

Kontakt
Prediger im Bezirk Basel:
Michael Faber, Unterbiel 29, 4418 Reigoldswil BL.
Telefon/Fax 061 941 15 88.

Gemeindeleiterinnen für Basel:
Iréne Freuler , Mitteldorf 14 , 4314 Zeiningen. Telefon: 061 851 13 55.
Elsbeth Schwyn-Düblin , Am Chatzebach 19, 4104 Oberwil. Telefon: 061 401 41 65..

Schweizer Union: Gubelstr.23, 8050 Zürich, Telefon 01 315 65 00. Fax 01 315 65 19.
union@stanet.ch

Deutschweizerische Vereinigung: Gubelstr.23, 8050 Zürich
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APD Adventistischer Pressedienst: Redaktion, Postfach 136, 4003 Basel. Fax 061 261 61 18.
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Geschichte
Die Kirche entstand 1863 aus der überkonfessionellen Adventbewegung in Nordamerika, als der Baptistenprediger für 1844 die  Wiederkunft Christi erwartete. Eine kleine Gruppe erkannte, dass man niemals ein Datum errechnen daR, aber dass man allezeit bereit sein muss. Gründung als Freikirche 1863. Die Adventisten verstehen sich auch als Erben der Reformation. 1874 wurde John Nevin Andrews als Missionar nach Europa gesandt, wo er 1876 Basel als Hauptsitz der europäischen Adventisten wählte. Am 29. Oktober 1883 wurde die Gemeinde Basel gegründet. John N. Andrews (1829-1883) starb in Basel. Sein Grab liegt auf dem Basler Wolfgottesacker.11885 wurde das Verlagshaus am Weiherweg 48 (b. Schützenmattpark) gebaut. 1895 Gründung eines Sanatoriums. Zeltkonferenzen 1890 in Oberwil und 1912 auf der Margarethenwiese. Langjähriger Kampf um Glaubens- und Gewissensfreiheit: Schuldispens der Kinder am Sabbat (Sam*ag). 1888 Bewilligung für Heimunterricht. Eine adventistische Privatschule wird von den Behörden nicht erlaubt. Es kommt wegen "Fernhalten der Kinder vom Schulbesuch am Sabbat" zu Verwarnungen, Bussen und Gerichtsverhandlungen. Ausweisung von Kindern aus öffentlichen Schulen. Beschluss des Regierungsrates Basel-Stadt zum Schuldispens für "Kinder jüdischen und adventistischen Glaubensbekenntnisses" (6. September 1954).
1963 Gründung des Blindendienstes der Adventmission in Basel. Seit 1973 Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Basel-Stadt. Zur Basler Geschichte gehört auch die Jubiläumsfeier "100 Jahre Advent-Mission in Europa", die im September 1974 im Stadtcasino durchgeführt wurde. Im Herbst 1983 fanden das "John N. Andrews-Symposium" mit über 1'500 Teilnehmern im Kirchgemeindehaus Oekolampad und die 100-Jahrfeier der Gemeinde Basel im "Adventhaus" statt.

In Basel gibt es 270 Mitglieder, ca. 50 noch nicht getaufte Jugendliche und Kinder. Zusätzlich 15-20 Gäste. Die Gemeinde ist überaltert.
In Reigoldswil 70, ca. 30 Jugendliche und Kinder, sonst fast ausschliesslich junge Familien.

Lehre
Fundament ist nur die Bibel.
Gemeinsam mit anderen Christen lehren sie: Dreieinigkeit, Schöpfung, Tod und Auferstehung Christi und reale Wiederkunft. Erlösung allein durch Glauben an Jesus Christus, Abendmahl, geistliche Gaben etc.

Unterschiede zu anderen Christen: Adventisten lehren: die Sterblichkeit (keine Unsterblichkeit) der Seele des Menschen - keine immerwährende Höllenqual, Zehnten, Sabbat als Ruhetag, Erwachsenentaufe, Fusswaschung, Millenium nach der Wiederkunft Christi

Lebensstil: Abstinenz von Nikotin, Alkohol und anderen Drogen, gesunder Lebensstil (teilweise Vegetarier)
Kontakt zu anderen christlichen Organisationen: Gast- resp. Beobachterstatus in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (AG, BL, BS, SH, ZH ...), ACK-D, Konferenz europäischer Kirchen, Mitarbeit in der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung, Mitglied der Konferenz der Sekretäre der Weltweiten Christlichen Gemeinschaften. Dialoggespräche mit der OeRK, Bilaterale Dialoge: OeRK (1965-1970); Lutherischer Weltbund (1994-1998); Reformierter Weltbund (2001); Vatikan (2001-2002); Heilsarmee (2004). Mitglied und im Vorstand der Schweizerischen Bibelgesellschaft. Mitarbeit im «Verein Stadtarbeit Elim», Basel. Mitarbeit beim «Oekumenischen Bibelgespräch» (Gemeinde Reigoldswil).


In Deutschland Gastmitglied in der ACK-D und in der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF). Auf Weltebene: Beobachterstatus bei der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK), beim Ökumenischen Rat
der Kirchen (ÖRK), Vertreter in der ÖRK-Kommission für Glauben und Kirchenverfassung, Mitglied der Konferenz der Sekretäre der Weltweiten Christlichen Gemeinschaften (CWC).
Als Nichtregierungsorganisation anerkannt beim Amt für Öffentliche Angelegenheiten der Vereinten Nationen und mit konsultativem Status beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen.
Bilaterale Dialoge mit dem ÖRK 1965-1972, mit dem Lutherischen Weltbund (LWB) 1994-1998 sowie mit der Heilsarmee, den Siebenten-Tags-Baptisten und der Church of God (Seventh Day).

Organisation, Finanzen
In der Schweiz ist die Freikirche rechtlich als Verein organisiert. Höchste organisatorische Instanz ist die Generalkonferenz. Die Gemeinden geniessen eine Teilautonomie und werden von Ältesten und Predigern geleitet. Prediger erhalten ihre Theologieausbildung an einer theologischen Hochschule, zum Beispiel in Friedensau (D) und Bogenhofen bei St. Peter am Hart (A). Die Prediger unterstehen direkt der Vereinigungsleitung. Grundsätzlich gilt das allgemeine Priestertum. Frauen und Männer sind im Predigtdienst mit Ausnahme einer administrativen Einschränkung gleichberechtigt.
Der freiwillige Zehnten wird bezahlt und namentlich verbucht. Zwei freiwillige Kollekten im Gottesdienst 1. für das weltweite Missionswerk, 2. für die Ortsgemeinde. Mit dem zentral verwalteten Zehnten werden Prediger bezahlt. Gebäudekosten etc. und örtliche Missionsbemühungen werden durch Kollekten finanziert. Für die Schweiz gibt es eine offene Zweijahresrechnung, für die Ortsgemeinde Vierteljahresversammlungen mit Offenlegung der Rechnung.

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Siehe Gemeinden!
Am Samstag (Sabbat): Sabbatschule (Bibelgespräch in Altersgruppen), Gottesdienst und Kindergottesdienste. Am Samstagnachmittag: Jugendstunde mit Nachprogramm.
Alle 2 Wochen am Sonntag Pfadfinderübung. Monatliche Familiensabbatnachmittage mit gemeinsamem Essen und Spiel etc.
Hauskreise in Privatwohnungen.
Alle 2 Monate: Bibelstudienabende.
Jährlich: Gebetswoche, Weltgebetstag.
Ein Netzwerk von Diakonen und Diakoninnen leistet soziale Dienste. Es gibt ein Alters- und Pflegeheim und einen Blindendienst.
Für die Seelsorge verantwortlich sind der vollamtliche Prediger mit Unterstützung von ehrenamtlichen Diakonen und Diakoninnen.

Eingeladen wird zu Bibelseminaren etc. mittels Inseraten und Handzetteln. Weltweite Mission.  Mission in 203 Ländern und 853 Sprachen.

Literatur, Zeitschrift
- Hans Krattiger: "in Jahrhundert Basler Advent-Mission", im Basler Stadtbuch 1983, Christoph Merian Verlag Basel. S. 212-215.
- Gelebter Glaube. Christsein heute. Hsg: Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten. Saatkorn-Verlag, Hamburg 1990. (130 S., illustriert) PB [Selbstdarstellung; geht auf alle wichtigen Fragen ein]
- Was bekennen die evangelischen Kirchen in der Schweiz. Bekenntnisgrundlagen im Überblick. Texte der Evang. Arbeitsstelle Oekumene Schweiz, Band 4. Bern 1987. (S. 118 - 130)
- Andreas Rössler: Positionen, Konfessionen, Denominationen. Eine kleine Kirchenkunde. Calwer-Verlag, Stuttgart 1988. (S.74-76)
- Kalender der evangelischen Kirchen der Schweiz 2004 (S. 412).
Adventecho (Gemeindeblatt). ISSN 0179-7999
APD-Informationen (Pressedienst). ISSN1423-9590
Zeichen der Zeit.
Leben und Gesundheit.
Mitteilungsblatt der Stimme der Hoffnung.
Zeitlupe (Jugendzeitschrift).

(Besser Leben) (Informationen)

Weitere Links
http://www.adventisten.de

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[int.Nr.: 1012]

Aktualisiert: 20.10.2004