Reformatorische Kirchen und Freikirchen

Im 16. Jahrhundert gab es grosse Spaltungen. Daraus hervorgegangen sind eine ganze Reihe Kirchen und Bewegungen. «Reformatorisch» enthält den Anspruch, Kirche zu sein, die durch das Wort Gottes erneuert ist und sich immer neu vom Wort Gottes in Frage stellen und zur Sache rufen lässt. (Rössler S. 67) Allen gemeinsam ist die Ablehnung des Papsttums.

Die grösste reformatorische Kirche bei uns ist die Evangelisch-reformierte Kirche. Aus Deutschland und Skandinavien stammen die meisten Mitglieder der Lutheranischen Kirche. Beide Kirchen entstanden im 16. Jahrhundert.

Zur gleichen Zeit bildeten sich die Täufergemeinden, die in unserer Region als Mennoniten vertreten sind. Weitere reformatorische Freikirchen sind die Evangelisch-methodistische Kirche, die Freie Evangelische Gemeinde, die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und eine ganze Reihe von weiteren Freikirchen. Die Pfingstbewegung ist auch ein Teil der reformatorischen Bewegung.

Speziell ist die Stellung der in England entstandenen Anglikanischen Kirche. Sie versteht sich als «Weg der Mitte» zwischen den Reformierten Kirchen und der Römisch-Katholische Kirche.
(Rössler S. 90) Mit der Evangelisch-reformierten Kirche hat sie Abendmahlsgemeinschaft.

[int.Nr.: 10.06]