Projektstudie

1. Ausgangspunkt

Immer mehr Menschen gehören heute einer der immer zahlreicheren Religionen oder religiösen Bewegungen ausserhalb der Grosskirchen an. In der Nordwestschweiz gibt es unterdessen über 200 Religionen, Kirchen, Religionsgemeinschaften, religiöse und pseudoreligiöse Gruppierungen, Bewegungen und Aktivitäten. Alle paar Wochen entsteht eine neue Gemeinschaft. Die bestehenden verändern sich laufend. Die Situation wird immer unüberschaubarer. Im Handbuch «Religionen in Basel-Stadt und Basel-Landschaft» wurde der Ist-Zustand Anfangs 2000 festgehalten.

2. Ziel

Ziel des Projektes ist der Aufbau und Unterhalt einer Internetseite, die eine sachliche und sorgfältige Information über alle Kirchen, Freikirchen, Religionen, religiösen Gemeinschaften, Meditationsgruppen sowie weiteren ideellen und spirituellen Vereinigungen, der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft sowie der angrenzenden Kantone (je nach Finanzierung) ermöglicht.

3. Zielpublikum

Das Projekt richtet sich an die Zielgruppen:
Amtsstellen, Beratungsstellen, Bundesämter, Erwachsenenbildungsinstitutionen, Gesundheitswesen, Flüchtlingsbetreuung, Freikirchen, Grossratskommissionen, Integrationsstellen, Kirchen, Medien, Parteien, Polizei, Privatpersonen, Religionsgemeinschaften, Schulen, Sozialarbeit, Spitäler, Staatsanwaltschaft, Universitätsinstitute, Wägwyser Infodienst der Gesellschaft für das Gute und Gemeinnnützige…

4. Vorgehen und Methoden

Wenn immer möglich werden die Berichte mit den Gemeinschaften zusammen erarbeitet. Das ganze Werk wird getragen von der Achtung der Menschen und deren religiösen Überzeugungen. Das Redaktionsteam bemüht sich um grösstmögliche Fairness.

Gemeinschaften, die entweder neu oder noch nicht erfasst sind, werden von einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter besucht. Nach Möglichkeit wohnt er oder sie einem Gottesdienst oder einer anderen Gemeinschaftszusammenkunft bei.

Anschliessend wird ein Interview durchgeführt (siehe dazu die Themenliste). Ein Ausdruck des Datenbankeintrages wird zur Stellungnahme und allfälligen Ergänzung oder Korrektur gesandt oder übergeben. Der Text wird redaktionell bearbeitet und in eine lesbare Form gebracht. Bevor der Text ins Netz geht, wird diese Fassung nochmals zugesandt für das «Gut zum Druck» und die Überprüfung der Adressen.

Vorgehen bei Ablehnung der Mitarbeit von Gemeinschaften
Die Redaktion beschliesst die Erfassung oder Nichterfassung einer Gemeinschaft. Grundsätzlich wird der Wunsch einer Gruppierung, nicht erfasst zu werden, dem Bedürfnis der Gesellschaft nach sachlicher Information untergeordnet. Hingegen wird in der Art und Weise der Darstellung grösstmögliche Rücksicht genommen.

Falls eine Gemeinschaft die Mitarbeit ablehnt oder - zum Beispiel aus sprachlichen Gründen - nicht dazu in der Lage ist, wird vom Redaktionsteam recherchiert. In jedem Fall wird aber den Betroffenen ihr Bericht vorgelegt, bevor er ins Netz geht.

Adressen
Die Adresse des Versammlungslokals wird in jedem Fall angegeben, ausser es handelt sich um eine Privatwohnung. Adressen des Vorstands und von Seelsorgerinnen und Seelsorgern werden aus Gründen des Datenschutzes nur mit deren Einverständnis angegeben.

Kritische Stellungnahme
Da es nicht um eine Bewertung oder gar Abwertung, sondern um eine sachliche Beschreibung geht, werden kritische Kommentare nur zurückhaltend geschrieben und so dargestellt, dass sie von der sachlichen Information sofort zu unterscheiden sind.

5. Personelles

5.1 Projektgruppe
Träger des Projekts ist der Verein Inforel, Information Religion

  • Christoph Peter Baumann (Projektleiter; Dipl.
    Erwachsenenbildner, Religionswissenschafter, Leiter von Inforel)*
  • Martin Baumann (Prof. Dr., Professor für Religionswissenschaft an der Universität Luzern)*
  • Alexandra Salvisberg (Informationsbeauftragte der ERK-BS
  • Philippe Waegeli (Basler Bibelgesellschaft, Beratungsstelle am Martinskirchplatz)

* Redaktionsteam

5.2 Begleitgruppe
Für die verschiedenen Bereiche ist eine Fachperson zuständig, resp. steht beratend zur Seite

afrikanische Religiosität Lilo Roost Vischer
Christentum in der Begegnung mit anderen Religionsgemeinschaften Christine Lienemann (Prof. Dr. theol., Professorin für Oekumene- und Missionswissenschaft)
Freikirchen Philippe Waegeli *
Hinduismus und indische Gruppierungen Peter Thomi, Dr. phil., Indologe
jüdische Gemeinden und Gemeinschaften Ursula Rhein
Katholische Kirchen und Gemeinschaften Xaver Pfister (Dr. theol., Prodekan, Informationsbeauftragter der Röm.-kath. Kirche Basel-Stadt)
Orthodoxe Kirchen Milutin Nikolic (Pfarrer der Serbisch-Orthodoxen Kirche)
Reformierte Kirche Basel-Landschaft
Reformierte Kirche Basel-Stadt Alexandra Salvisberg *
Religionsrecht Felix Hafner, Prof. Dr. jur. (Professor an der Universität Basel)
Sufismus Fredy Bollag
Täufer Hanspeter Jecker, Dozent am Theologischen Seminar Bienenberg

* Mitglied der Projektgruppe

6. Geographischer Umfang

Die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft werden vollflächig erfasst. Wenn möglich werden die angrenzenden Kantone miteinbezogen, sofern die Finanzierung gesichert ist.

7. Inhalt

7.1 Einführung

  • Geschichte
  • Begriffe, Definitionen
  • Strukturen der Gemeinschaften
  • Literatur
  • Auflistung nach Sprachen und Herkunftsländern
  • Gesetzliche Grundlagen
  • Statistik
  • Internet: Links

7.2 Religionsgemeinschaften: Themenliste innerhalb der Darstellung der Gruppierungen
Den Beschreibungen der einzelnen Gemeinschaften geht eine Einführung in die jeweilige Herkunftsreligion oder Konfession voraus.

Die Gruppierungen werden gemäss folgender Ordnung gegliedert und beschrieben. Zur Gliederung siehe auch das Inhaltsverzeichnis des Buches.

Geschichte

Statistik

  • Anzahl der Mitglieder (Welt/CH/Basel), resp.
    Besucherinnen und Besucher.
  • Entwicklung: Zu-, Abnahme.
  • Wer sind die Neumitglieder: Zuzüge oder
    Nachwuchs aus eigenem Kreis?
  • Altersstruktur

Lehre
Lehre und Ergänzung zur Einführung, spezielle Ausprägung im Unterschied zu ähnlichen Gemeinschaften.

«Oekumene», resp. Zusammenarbeit mit anderen Religionsgemeinschaften:

  • Mit wem ist eine Zusammenarbeit möglich oder
    bereits Realität?
  • In welchen ökumenischen oder überkonfessionellen
    Gremien wird mitgearbeitet?

Organisation, Finanzen

  • Struktur der Gemeinschaft, Organisationsform
  • Vorsteherschaft, Hierarchie, Priester/Laien
  • Stellung der Frauen
  • Mitgliedschaft, Aufnahme von Mitgliedern

Finanzen:

  • Feste Mitgliederbeiträge? Zehnten oder freiwillige Kollekten?
  • Andere Finanzquellen?
  • Was geschieht mit dem Geld?
    • Zentrale Verwaltung?
    • Offene Jahresrechnung?
    • Finanzierung von Mission?

Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit

Versammlungslokal

Kirchen, Kapellen, Versammlungslokale oder andere Gebäulichkeiten mit Beschreibung und Adressen

Angebote

  • Gottesdienste, Gemeinschaftszusammenkünfte
  • Bibelgruppen, Hauskreise, Treffen von Kleingruppen
  • Jugendarbeit

Diakonie
Soziale Dienste, Krankenpflege, Besuchsdienst?

Seelsorge
Wo, wann, wie, wer?

Weitere Angebote

z.B. Bibliothek, Verkaufsladen, Infostelle etc.

Mission, Auftreten in der Öffentlichkeit

  • Wie werden die Anliegen nach aussen gebracht?
    Wie wird eingeladen?
  • Gibt es eine eigentliche Missionsarbeit:
    • im Inland?
    • im Ausland?
    • Zusammenarbeit mit Missionsgesellschaft(en)?

Literatur, Zeitschrift

Literatur: 2 bis 4 Titel (wenn möglich Selbstdarstellung oder Grundlagenwerk sowie Sekundärliteratur)

Kontakte
Adressen des Versammlungslokals, von Kontaktpersonen sowie von Seelsorgerinnen und Seelsorgern

  • Postadresse
  • Telefon und Fax
  • Internet
  • E-Mail

[int.Nr.: pro.1]